Letzte Chance vertan?:

Haus Demmin findet keinen Investor

Nein, es sieht nicht gut aus für den neuerlichen Anlauf der Hansestadt, den geschichtsträchtigen Slawen-Burgwall an der Peene zum touristischen Wahrzeichen der Hansestadt auszubauen.

Seit Jahren sucht die Hansestadt nach Wegen, aus Haus Demmin touristisch Kapital zu schlagen. Hier besichtigt der Bauausschuss der Stadtvertretung die Burgruine, man schrieb das Jahr 2007. Die Ruine wurde bald darauf in eine Schutzhülle eingemauert, von Denkmalschützern verächtlich "Sarkophag" genannt.
Thoralf Plath Seit Jahren sucht die Hansestadt nach Wegen, aus Haus Demmin touristisch Kapital zu schlagen. Hier besichtigt der Bauausschuss der Stadtvertretung die Burgruine, man schrieb das Jahr 2007. Die Ruine wurde bald darauf in eine Schutzhülle eingemauert, von Denkmalschützern verächtlich "Sarkophag" genannt.

Wenn es so etwas wie die letzte Hoffnung gibt, war es für Haus Demmin wohl die Expo Real. Wo, wenn nicht auf der größten Immobilienmesse Europas sollte sich ein potenzieller Investor finden lassen für das ambitionierte Wunschprojekt der Hansestadt, das brachliegende Burgwall-Gelände? Doch der Traum ist vorerst wohl geplatzt. Bürgermeister Michael Koch: "Ich gehe davon aus, dass das Interesse wohl eher gering gewesen zu sein scheint. Die Messe ist ja nun schon einige Tage vorbei. Ein potenzieller Investor wurde bei uns jedenfalls nicht vorstellig."

Der Rathauschef kennt die Tücken des Objekts im Detail: Seit Monaten schlagen Koch und sein Bauamt sich im Rahmen einer Bebauungsplanung für Haus Demmin mit dem gebündelten Widerstand von Naturschutz und Denkmalpflege herum. Die idyllische Halbinsel liegt mitten im Peenetal-Naturpark. Was noch schwerer wiegt: Der slawische Burgwall ist ein Bodendenkmal von landesweiter Bedeutung, die Ruine der Herzogsburg gilt als ältester erhaltener Rest eines Profanbaus zwischen Peene und Oder. Haus Demmin war nicht nur Keimzelle der heutigen Stadt, sondern Wiege eines ganzen frühmittelalterlichen Staatswesens.

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