Tourismus:

Höhere Pacht macht Trittelwitzer mobil

Um ein Ausflugslokal ärmer wird die Region entlang der Peene. Denn die Pächter des Landgasthofes in Trittelwitz hören zum Jahresende auf. Doch sie wollen dem "Amazonas des Nordens" treu bleiben.

Nach sieben Jahren ist Schluss: Heidelore Ehrich und Helmut Gau schließen zum Jahresende den Landgasthof in Trittelwitz. Der Strandkorb, der bislang dort im Biergarten stand, wird aber noch gebraucht.
Jana Otto Nach sieben Jahren ist Schluss: Heidelore Ehrich und Helmut Gau schließen zum Jahresende den Landgasthof in Trittelwitz. Der Strandkorb, der bislang dort im Biergarten stand, wird aber noch gebraucht.

Trittelwitz. So richtig fassen, können sie es selbst kaum: Nach sieben Jahren schließen Heidelore Ehrich und Helmut Gau zum Jahresende den Landgasthof in Trittelwitz. Damit geht nicht nur für Einheimische, sondern auch für Touristen ein beliebtes Ausflugslokal verloren.

Dabei läuft der Gasthof, praktisch das einzige Lokal zwischen Demmin und Gravelotte, mit Restaurant und Pension gut. „Es hat sich herumgesprochen, dass es bei uns gutes, deftiges und reichlich Essen gibt“, sagt Heidelore Ehrich. Viele Paddler, die am Wasserwanderrastplatz anlegen, kehren hier genauso wie Urlauber aus den umliegenden Dörfern ein. Die Einheimischen hingegen schätzten die urige Atmosphäre und mieteten gerne den Saal für Familienfeiern. Doch zum Ende des Jahres ist hier endgültig Schluss. „Wir haben seit längerem schon Probleme mit der Eigentümerin und nun wurde die Pacht so erhöht, dass es für uns nicht länger tragbar ist“, bringt es Heidelore Ehrich auf den Punkt. Im Moment hat der Gasthof täglich noch ab 17 Uhr auf und die Wochenenden sind längst bis in den Dezember verplant. Doch wenn die letzte Familienfeier am 1. Dezember über die Bühne gegangen ist, heißt es für das Betreiber-Paar mit dem Rückbau zu beginnen.

Die Flinte jedoch einfach so ins Korn werfen, werden sie nicht. „Wir gehören längst noch nicht zum alten Eisen und wollen nach wie vor etwas für den Tourismus in der Region tun“, sagt Heidelore Ehrich und strahlt. Die beiden Geschäftsleute haben sich nämlich einen anderen Standort, ein Stückchen weiter die Peene entlang, ausgesucht. „Wir haben so oft von den Leuten gehört, dass ihnen in Demmin etwas fehlt. Das wollen wir ändern.“ Deshalb werden sie parallel zum Auszug in Trittelwitz die ehemalige Pizzeria am Hanseufer wieder flott machen und so umbauen, dass sie im Frühling dort eine Hafenklause eröffnen können.

„Es soll ganz urig und gemütlich werden. Mit Biergarten und Blick auf den Fluss“, schwärmt Heidelore Ehrich. In ihrem neuen Domizil möchten sie dann auf Altbewährtes setzen. Die Speisekarte zieht praktisch mit um. Schließlich haben die beiden für ihr Essen immer großes Lob erhalten, sogar von einem Sternekoch, der mal bei ihnen zu Gast war. Und auch das sehr beliebte skandinavische Lachsgrillen wird es in Demmin wieder geben. „Wir haben mit unserem Geschäftspartner Ingo Ernst aus Verchen bereits darüber gesprochen“, meint Helmut Gau. Den Großteil des Interieurs werden die beiden Geschäftsleute mitnehmen, darunter auch die Strandkörbe, die jetzt noch im Biergarten in Trittelwitz stehen. „Die sind bei unseren Gästen sehr beliebt, deshalb werden wir sie auch am Hanseufer wieder aufstellen. Die Leute können sie sich dann gleich wieder wohl fühlen“, meint Heidelore Ehrich.

 

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