Gravelotte wartet auf Zusage:

Hoffen aufs Superprojekt

Alle Vorbereitungen sind getroffen, jetzt heißt es warten. Im Oktober soll in Schwerin entschieden werden, ob aus dem Wasserwanderrastplatz in Gravelotte der langersehnte Hafen wird.

Jährlich wird in Gravelotte das Hafenfest gefeiert, das viele Gäste anzieht. Doch auch außerhalb dieses Ereignisses ist Gravelotte ein beliebter Anlaufpunkt für Bootstouristen.
Georg Wagner Jährlich wird in Gravelotte das Hafenfest gefeiert, das viele Gäste anzieht. Doch auch außerhalb dieses Ereignisses ist Gravelotte ein beliebter Anlaufpunkt für Bootstouristen.

Ein paar schlaflose Nächte stehen Hubert Niedhoff wohl noch bevor. „Wenn das durch ist, wird es hoffentlich ruhiger“, sagt der Bürgermeister aus Meesiger. Denn das wohl größte Vorhaben seiner Amtszeit geht in eine entscheidende Phase. Die Gemeinde möchte den Wasserwanderrastplatz in Gravelotte zu einem Hafen ausbauen und damit ein Millionenprojekt Wirklichkeit werden lassen. Im Moment befindet sich dieses Vorhaben im Genehmigungsverfahren. Denn natürlich kann die kleine Gemeinde so ein umfangreiches Projekt nicht ohne finanzielle Unterstützung stemmen. Doch ob sie die Sonderbedarfszuweisungen, auf die die Gemeindevertretung hofft und die dringend notwendig sind, bekommt, entscheidet sich erst Anfang Oktober. Dann nämlich tagt der zuständige Ausschuss des Landesförderinstitutes in Schwerin, der über das Wohl und Wehe befindet. „Wir können das Projekt nur umsetzen, wenn wir eine 90-prozentige Förderung bekommen“, weiß Hubert Niedhoff. Und solange diese nicht sicher ist, plagen den Bürgermeister eben schlaflose Nächte. Dabei stehen die Aussichten eigentlich gar nicht schlecht. Schließlich war Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe erst im April diesen Jahres in Meesiger und hat bei einem Besichtigungstermin seine Unterstützung zugesichert. „Ich hoffe jetzt, dass das auch klappt“, meint Niedhoff. Wenn alles gut geht, bleibt der Gemeinde Meesiger ein Eigenanteil von 41 000 Euro, den sie zu leisten hat. „Den haben wir.“

Die geplante Erweiterung am Ostufer des Kummerower Sees sei zwingend notwendig, weil offensichtlich immer mehr Bootstouristen das Gewässer für sich entdecken und Gravelotte ansteuern. Gerade in diesem Sommer sei das auffällig gewesen. Doch wenn die Boote aufgrund ihrer Größe mehr Tiefgang haben, können sie hier nicht anlegen. Und das sei eigentlich das Hauptproblem, findet Hubert Niedhoff. Vier Jahre schon beschäftigt ihn das Projekt. Alle Vorarbeiten sind geleistet, Ausgleichsflächen für das Projekt wurden gefunden und Planungsbüros beschäftigt. „Jetzt ist es nur noch eine Frage des Geldes.“

Sollte aus Schwerin ein Ja kommen, wird es für Hubert Niedhoff nicht unbedingt ruhiger. Denn dann muss mit dem Bau noch in diesem Jahr begonnen werden, damit die Fördermittel nicht verfallen.

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