Demminer sind happy:

Hurra, Ringen bleibt olympisch!

Das Zittern ist vorbei, der Kampf hat sich gelohnt. Mit 1100 Unterschriften haben auch die Hansestädter ihren Anteil, dass die Traditionssportart im olympischen Programm bleibt.

Für den 13-jährigen Sten Brauer  kann jetzt der Traum wahr werden, bei Olympischen Spielen um Medaillen zu kämpfen. Der Demminer Ringer trainiert an der Sportschule Frankfurt (Oder). Foto: Kirsten Gehrke
Kirsten Gehrke Für den 13-jährigen Sten Brauer  kann jetzt der Traum wahr werden, bei Olympischen Spielen um Medaillen zu kämpfen. Der Demminer Ringer trainiert an der Sportschule Frankfurt (Oder).

Die Nerven waren angespannt. Anja Brauer saß am Laptop vor dem Liveticker. Gegen 17.45 Uhr am Sonntag wollte die Vollversammlung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) in Buenos Aires ihre Entscheidung treffen. Bleibt Ringen olympisch? "Es war so spannend, ich war ganz aufgeregt", sagt die Vorsitzende des Demminer Ringervereins am Montag. Dann kam das Ergebnis ein bisschen früher. Ein Stein fiel allen vom Herzen. Die Traditionssportart bleibt im olympischen Programm. "Es war für uns eine große Erleichterung. Ich habe sofort viele SMS verschickt und die gute Nachricht weitergegeben. Wir haben uns doll gefreut." Als Anfang des Jahres das IOC den Vorschlag machte, Ringen aus dem Programm zu nehmen, standen auch die Demminer unter Schock. Ringen ist griechisch-römisch, die olympische Sportart schlechthin. Dass es die nicht mehr geben sollte, wollten die Hansestädter nicht akzeptieren. Sie sammelten 1100 Unterschriften, beteiligten sich an der Aktion des Landesverbandes "Rette das Ringen" und machten überall, wo sie konnten, auf die Sportart aufmerksam.

Vor allem die vier Demminer Talente, die derzeit am Olympialeistungsstützpunkt in Frankfurt (Oder) trainieren, werden sich freuen, dass ihr Traum von Olympia doch noch Wirklichkeit werden kann. Die Sportschule könne nun mit weiterer Förderung rechnen. Darüber ist Anja Brauer besonders froh. Denn ihre beiden Söhne Sten (13) und Rick (15) trainieren in Frankfurt. Wäre die Entscheidung anders ausgegangen, gäbe es auch keinen Olympiastützpunkt mehr. Dabei ruhen schon im nächsten Jahr alle Hoffnungen auf Peggy Liedtke und Steffi Blohm, die vor heimischer Kulisse in Demmin bei den Deutschen Meisterschaften der weiblichen Jugend starten sollen.

Bei den Vorbereitungen zu den nationalen Titelkämpfen gehen die Ringer in Demmin jetzt mit noch mehr Elan heran.In Kürze werde der Verein eine Extra-Homepage zu den DM freischalten. Die sei so gut wie fertig und soll über die Vereinsseite verlinkt werden.