Wer hat Schuld?:

Im Fall „Louis“ wird weiter ermittelt

Bevor über eine Anklage wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz entschieden wird, müssen unter anderem noch die Beschuldigten gehört werden.

Louis hat inzwischen ein neues Zuhause.
Georg Wagner Louis hat inzwischen ein neues Zuhause.

Der Fall des Bullmastiff-Rüden Louis, der im Juni stark vernachlässigt aus einer Malchiner Wohnung geholt wurde, beschäftigt weiter die Justiz. Nach Auskunft der Staatsanwaltschaft Neubrandenburg laufen derzeit gegen zwei Beschuldigte Ermittlungsverfahren wegen des dringenden Verdachts auf Verstoß gegen das Tierschutzgesetz. Beide Verfahren seien noch nicht abgeschlossen, hieß es auf Anfrage des Nordkurier.

In einem Fall habe der Verteidiger Akteneinsicht beantragt. Bevor über die weitere Verfahrensweise entschieden wird, müssten zudem noch die Aussagen der Beschuldigten abgewartet werden. Dabei geht es auch um die Frage, ob und wem Schuld zugewiesen werden kann.

Aufgrund dieses Verfahrensstandes wollte die Staatsanwaltschaft noch keine Angaben darüber machen, ob es zu einer Anklage und einem Gerichtsverfahren kommen wird. Man wolle dem Ermittlungsergebnis nicht vorgreifen, hieß es. Die Staatsanwaltschaft ließ auch keinen Zweifel daran, dass es sich aus ihrer Sicht hier nicht um ein Bagatelldelikt handelt, das ohne Sanktionen eingestellt werden könnte.

Seitens der Behörden war im Zuge der Rettungsaktion auch die Anzeige gegen den früheren Eigentümer und einen Betreuer ergangen. Beide waren für eine Stellungnahme bisher nicht erreichbar.

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