Schlagloch an Schlagloch auf dem Weg zur Straußenfarm :

Im Notfall hilft nur noch ein Hubschrauber

Das Landleben hat so seine Tücken. Der Beggerower Straußenfarmerin Else Dürr bleibt die Kundschaft weg, weil der ländliche Weg, der zu ihrem Hof führt, für jedes Fahrzeug eine echte Herausforderung ist.

800 Meter lang ist der Weg von der L 27 bis zur Straußenfarm von Else Dürr in Beggerow. Ein Schild weist Interessierte an der Straße auf den Hof und den dazugehörigen Laden hin. Mit dem Auto ist diese Entfernung eigentlich ein Katzensprung, doch unzählige tiefe Schlaglöcher reihen sich hier aneinander, ein Ausweichen ist nicht möglich.

„Ich vermeide jeden unnötigen Weg“, sagt Else Dürr. Doch natürlich muss sie auch mal weg von zu Hause und das tut sie derzeit nur noch mit Grausen. „Die Löcher sind mittlerweile so tief, dass ich bei jeder Fahrt Angst um das Auto habe“, schildert sie. Und die Probleme gehen noch weiter. Im Haus von Else Dürr lebt auch deren 89-jährige, pflegebedürftige Mutter. Dreimal in diesem Jahr musste der Rettungswagen kommen. Die Fahrer schüttelten nur mit dem Kopf und rieten ihr in einer lebensbedrohlichen Situation besser den Hubschrauberkommen zu lassen. „Über diesen Weg kann der Rettungswagen niemanden transportieren.“

Ganz allmählich beunruhigt Else Dürr diese Situation immer mehr. In den vergangenen 15 Jahren, mindestens, sei an dem Weg nichts mehr gemacht worden. Sie habe schon überlegt, ob sie auf eigene Rechnung eine Ausbesserung vornehmen lässt. „Doch was nützt das, wenn danach wieder schwere Technik darüber fährt und schließlich alles umsonst war.“

Der Weg führt zu drei Häusern, neben den Pkw der Bewohner nutzen vier Landwirte die unbefestigte Straße, um auf ihre Flächen zu kommen. „Mit einigen habe ich schon gesprochen, und sie wären bereit, sich zu beteiligen. Doch dazu müssten mal alle an einen Tisch kommen“, meint die Beggerowerin.

„Ich fürchte, dass wir für den Weg zuständig sind“, sagt Wolf-Peter Peetz, Bürgermeister der Gemeinde Beggerow, auf Nachfrage unserer Zeitung. Das Problem ist ihm bekannt, doch wie er es lösen soll, weiß er auch noch nicht so richtig. Das Geld ist knapp im Gemeindehaushalt, über dem sogar eine Sperre liegt. Doch Peetz sicherte zu, sich kümmern zu wollen und bei den Landwirten um Unterstützung zu bitten.

 

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