Kampf gegen Rechts:

In Demmin glaubt man daran, dass das geht: Stell dir vor es gibt ein Friedensfest und alle feiern mit

Es geht um Toleranz und Demokratie. Um das in der Region umzusetzen, werden Projekte für junge Leute gefördert.

Blumen für Diana Soska vom CJD Waren vom Kreisordnungsamtsleiter Rainer Plötz. Sie war aktiv im Lokalen Aktionsplan des Landkreises. Foto: Gudrun Herzberg
Gudrun Herzberg Blumen für Diana Soska vom CJD Waren vom Kreisordnungsamtsleiter Rainer Plötz. Sie war aktiv im Lokalen Aktionsplan des Landkreises. Foto: Gudrun Herzberg

„Wir brauchen Partner für das Friedensfest in Demmin und wollen mit dem Aktionsbündnis 8. Mai zusammenarbeiten“, sagt Günter Behnke, stellvertretender Bürgermeiser von Demmin und spricht damit ein heikles Thema an. Denn die Hansestadt will sich zu den Aufmärschen der NPD nicht neutral verhalten, muss aber als Stadtverwaltung Neutralität wahren. „Darum geht so ein Friedensfest nur mit Vereinen und Verbänden, diese Partner gibt es und die brauchen wir auch in Demmin“, betonte er im Rahmen der Jahreskonferenz zum Lokalen Aktionsplan für die Region des Altkreises Demmin. Denn der Begleitausschuss des Lokalen Aktionsplanes des Landkreises will auch zukünftig in der Region Demmin aktiv sein und sich im gesamten Landkreis Mecklenburgische Seenplatte verknüpfen. „Für Toleranz und Kompetenz setzen wir uns ein, begleiten viele Projekte und kümmern uns dabei um die finanziellen Mittel“, meint Rainer Plötz, Leiter des kreislichen Ordnungsamtes. Seit 2007 war die Aktion unter dem damaligen Motto „Vielfalt tut gut“ bereits aktiv im ehemaligen Landkreis Demmin. Seit 2011 gibt es die Vernetzung der Aktivitäten mit den Altkreisen Mecklenburg-Strelitz und Müritz.

„Für uns bedeutete die Weiterführung des Projektes unter dem Motto Toleranz fördern - Kompetenz stärken mit einem weit geringerem Finanzanteil eine weitere Chance“, so Plötz. Eigentlich war man davon ausgegangen, dass das Jahr 2013 das Abschlussjahr des Lokalen Aktionsplanes in Demmin bedeute, aber nach dem Vernetzungstreffen in Güstrow in diesem Jahr schöpfte man Hoffnung. Und es geht weiter, für 2014 gibt 30 000 Euro für Projekte. „Wir haben mit dem Programm Toleranz und Demokratie viel erreicht, aber andererseits gibt es noch viel zu tun. Das zeigen die letzten Wahlergebnisse und vor allem die Wahlbeteiligung von nur rund 40 Prozent“, meint der Ordnungsamtsleiter. Die Vernetzung der Projekte geht in eine neue Runde. So gibt es auch eine Zusammenarbeit mit dem kreislichen Präventionsrat und dem Jugendhilfeausschuss. „Ziel muss es sein, die Breitenwirksamkeit und Nachhaltigkeit weiter zu erhöhen“, erklärt Rainer Plötz. Das bedeute aber auch, dass die Menschen in der Region die Angebote annehmen.

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