Reisebericht aus Neuseeland:

Isabelle erobert das Ende der Welt

Die Demminer Schülerin Isabelle Grahl ist seit mehr als zwei Monaten auf Weltreise. In Neuseeland angekommen, wartet nun erst mal wieder der Ernst des Lebens auf sie – allerdings in filmreifer Kulisse. Und sie stellt fest, was ihr auf ihrer Reise garantiert nicht wieder passieren wird.

Blick in die Ferne: Isabelle und Reisegefährtin Franzi haben in zwei Monaten auf Weltreise schon viel erlebt.
privat Blick in die Ferne: Isabelle und Reisegefährtin Franzi haben in zwei Monaten auf Weltreise schon viel erlebt.

Das andere Ende der Welt – wir haben es erreicht. Nach einem ewig langen Flug erreichten wir im Dezember endlich Neuseeland – unser Ziel für die nächsten Monate. Noch am selben Tag ging es mit dem Bus weiter in die Stadt Rotorua, wo wir unseren Van abholten – unser zu Hause für die nächsten Monate.

Die folgenden Wochen bestanden aus Rumreisen, Sightseeing und – natürlich Genießen! Unter anderem sahen wir uns die Filmkulissen von „Die Chroniken von Narnia“ und „Der Hobbit“ an, die ja in Neuseeland gedreht wurden. Wir fuhren an unzähligen Buchten und traumhaften Stränden entlang bis ganz in den Norden der Nordinsel hinauf – zum Kap Reinga – und planten dann einen längeren Aufenthalt in der Stadt Whangarei ein.

Weihnachten in kurzer Hose

Dort hatte ich bereits vor drei Jahren gewohnt, als ich mein Auslandsjahr in Neuseeland gemacht hatte und kannte somit schon die Umgebung und natürlich auch viele Leute. Das Weihnachtsfest verbrachten wir bei der Familie einer Freundin und wurden dort super herzlich aufgenommen – es war nur ein wenig komisch bei Sonnenschein und kurzen Sachen die Feiertage zu verbringen. Hier steht der Sommer immerhin gerade in den Startlöchern.

Nach all diesen traumhaften Erlebnissen werden wir nun ein erst mal wenig arbeiten, um uns die Weiterreise zu finanzieren. Dazu habe ich für einige Zeit einen Job als AuPair angenommen – am 5. Januar ging es schon los. Franziska will sich einen Job in der Nähe suchen, damit wir an den freien Tagen immer ein wenig zusammen reisen können.

Mücken, Handys, Polizei: Die Weisheiten fürs Leben

Bis dahin schicke ich ganz viele Sonnenstrahlen in das kalte Deutschland und kann als kleines Fazit schon mal sagen, dass ich es unheimlich aufregend finde als Backpacker zu reisen: Man weiß nie, wohin es einen verschlägt, wo man schlafen wird, wann man die nächste Möglichkeit hat, seine Wäsche zu waschen oder das Geschirr richtig zu spülen, wo die nächste Dusche wartet und noch unzählige Dinge mehr.

Außerdem lernt man auch nie aus: So werden wir bestimmt nicht noch einmal die Parkzeit vergessen und wieder ein Ticket von der Polizei bekommen. Ab jetzt werden wir abends auch immer alle Türen von unserem Van schließen, damit wir nicht noch einmal die ganze Nacht damit verbringen müssen, einen Mückenschwarm aus dem Auto zu jagen. Und bestimmt werden wir unser Telefon nicht mehr in der Steckdose irgendeines Geschäfts aufladen. Denn der Laden schließt in der Zwischenzeit garantiert und der nächste Tag wird zufällig ein Sonntag sein, sodass wir zwei Tage warten müssen, bis er wieder öffnet und wir unser Handy wiederbekommen. Kleine Weisheiten fürs Leben eben...

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