Wer bietet mehr:

Ist das die größte Rübe im Demminer Land?

Der Winter kann kommen. Zwei Gärtner aus dem Demminer Land haben wahre Prachtexemplare geerntet – und verraten Tricks und Kniffe aus dem Gärtnerleben.

Mächtig gewaltig: Da staunen die Schwestern Eileen (links) und Shireen, was ihr Papa Wilfried Fischer geerntet hat. So eine große Runkel haben die Medrower noch nie gesehen.
Kirsten Gehrke Mächtig gewaltig: Da staunen die Schwestern Eileen (links) und Shireen, was ihr Papa Wilfried Fischer geerntet hat. So eine große Runkel haben die Medrower noch nie gesehen.

Eigentlich dachte Erhard Krasemann aus Gehmkow Anfang Oktober, dass er die größte Runkel der Region in seinem Garten geerntet habe – 14 Kilo schwer und 56 Zentimeter lang. Wahrlich ein prächtiges Exemplar. Doch da wuchs noch eine dicke Rübe in Medrow. Als Wilfried Fischer diese jetzt aus dem Boden holte, staunte er nicht schlecht. „Dass da was Großes heranwächst, das habe ich gesehen, aber so groß?“  Damit habe er nicht gerechnet. Zumal der Samen schon fünf oder sechs Jahre bei ihm liege.

„Ich habe gestaunt, dass der aufgegangen ist“, meint der gebürtige Medrower. Zum ersten Mal hat er so ein Gärtnerglück. Im Winter bekommt er mit der Riesenrunkel ein Kaninchen eine ganze Woche satt. 17 Kilogramm schwer ist die Rübe der Sorte Brigadier, also drei Kilo schwerer als die des Gärtnerkollegen Erhard Krasemann. Mit Blatt misst sie einen Meter, die Frucht allein 55 Zentimeter. Der Umfang beträgt 78 Zentimeter.

Da wächst doch sicher noch mehr Kurioses

Insgesamt war es in diesem Jahr eine reiche Runkelernte. Vier Schubkarren voll konnte Wilfried Fischer einlagern. Auf gerade mal 20 Quadratmeter hat der gelernte Landwirt Rüben angebaut. Eigentlich habe er die Fläche nicht besonders gedüngt, meint er. Er habe nur den Mist der Kaninchen verwendet.

Erst seit Juni 2011 lebt der 69-Jährige mit seiner Familie im Heuweg, war 1997 aber schon in sein Heimatdorf zurückgekehrt. Seinen Töchtern Eileen (17) und Shireen (12) gefällt es auf dem kleinen Bauernhof. Neben den Kaninchen gibt es hier Hühner, Tauben, drei Katzen und Dobermann-Hündin Kira. „Ich habe auch einen kleinen Tick mit den Hühnern“, verrät Fischer. Seine belgischen Brabanter Bauernhühner ließ er sich damals extra aus Mönchengladbach schicken. In Mecklenburg-Vorpommern gebe es diese Rasse so gut wie gar nicht.

Wilfried Fischer und Erhard Krasemann sind bestimmt nicht die einzigen Gärtner im Demminer Land, die in diesem Jahr großes Gärtnerglück hatten. Wenn auch Sie, liebe Leser, ein Riesengemüse geerntet haben, dann schreiben Sie uns und schicken uns ein Foto per unter red-demmin@nordkurier.de oder per Post an den Nordkurier, Am Hanseufer 2, 17109 Demmin. Wir freuen uns auf riesige Runkeln.

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