Neue Struktur zum Jahreswechsel:

Jobcenter setzt auf junge Leute

Der Name hat gewechselt, das Jobcenter in Demmin heißt jetzt "MSE Nord" und gehört organisatorisch mit dem des früheren Müritzkreises zusammen. Doch welche Folgen hat das für die "Kunden"?

Ein neuer Name am alten Standort: Mit der Fusion hat das Jobcenter in Demmin jetzt auch das entsprechende Schild bekommen.
Georg Wagner Ein neuer Name am alten Standort: Mit der Fusion hat das Jobcenter in Demmin jetzt auch das entsprechende Schild bekommen.

Der Schriftzug auf dem Gebäude An der Mühle in Demmin signalisiert es schon seit Längerem, jetzt ist der Inhalt auch vollzogen. Seit Neujahr gibt es das Jobcenter Mecklenburgische Seenplatte Nord, entstanden aus der Fusion der früheren Einrichtungen Demmin und Müritz. Nun soll in die neue „Hülle“ auch eine neue Politik kommen. Dessen Basis: ein gemeinsames Arbeitsmarktprogramm mit dem Landkreis und der Arbeitsagentur.

Ein Schwerpunkt darin sei die Arbeit mit jungen Menschen, sagt der Geschäftsführer des neuen Jobcenters, Andreas Wegner. „Wir wollen versuchen, die Jugendlichen schnell in Arbeit zu bringen oder auch in Ausbildung zu vermitteln.“ Mit frühestmöglicher Unterstützung solle der Grundstein für eine langfristig positive Entwicklung gelegt werden, sagt Wegner. Denn er sieht auch eine Schere zwischen Angebot und Nachfrage. Auf der einen Seite herrsche in der Region Fachkräftemangel, auf der anderen Seite gebe es immer noch zu viele Arbeitssuchende.

Gerade die Vermittlung beziehungsweise Förderung junger Arbeitsloser schlägt sich im neuen Jobcenter auch organisatorisch nieder. Dort gibt es jetzt ein standortübergreifendes Team speziell für unter 25-Jährige. „Die Jugendlichen finden zwar vor Ort die Vermittler, aber diese gehören zusammen unter einer einheitlichen Leitung über alle Standorte“, sagt Christina Felgenhauer. Sie war Chefin im bisherigen Jobcenter Demmin und ist jetzt Wegners Stellvertreterin im neuen Jobcenter MSE Nord. Für die Kunden dagegen ändere sich nichts, sagt Christina Felgenhauer. Die Standorte in Demmin, Altentreptow, Malchin, Waren und Röbel blieben alle erhalten, die Dienstleistungen würden weiterhin vor Ort angeboten. Allerdings könne es für die einzelnen Kunden neue Sachbearbeiter geben. „Durch die Fusion haben wir ein komplett neues Organigramm.“

Die Fusion geht zurück auf einen Beschluss des Kreistags. Aus den bisher vier Einrichtungen wurden nun zwei, längerfristig sollen sie zu einem Jobcenter für den Landkreis verschmolzen werden.

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung