Ehrung für Kriegsopfer:

Jugendliche pflegen Soldatengräber

Was macht der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge? Das erfuhren Demminer Schüler jetzt aus erster Hand.

Schüler der Demminer Pestalozzischule bei der Pflege der Soldatengräber auf dem Friedhof in der Jarmener Straße.
Ernst Wellmer Schüler der Demminer Pestalozzischule bei der Pflege der Soldatengräber auf dem Friedhof in der Jarmener Straße.

Friedhöfe gehören nicht gerade zu den Plätzen, auf die es junge Menschen zieht, doch für Schülerinnen und Schüler der Demminer Pestalozzischule war das jetzt anders. Gemeinsam mit der Leiterin Jutta Voß pflegte der Europakurs vor dem Volkstrauertag die Soldatengrabanlage des Zweiten Weltkriegs und das 1945-er Gräberfeld in der Jarmener Straße. So beseitigten die Jugendlichen das Herbstlaub und harkten die Wege zwischen den Gräbern.

Anschließend trafen sie sich mit Ernst Wellmer und Günter Behnke vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge in der Friedhofskapelle, um über die verschiedenen Kriegsgräber auf dem Friedhof zu sprechen. Außer der Anlage aus dem vergangenen Krieg und dem Feld für die Demminer Opfer am Ende des Krieges sind das beispielsweise die Ulanengräber aus dem Ersten Weltkrieg. Nach Auskunft des Volksbundes ließen sich die Schülerinnen und Schüler aber auch vom Ortsverbandsvorsitzenden Ernst Wellmer über die Arbeit des Volksbundes unterrichten. Zuvor hatten sie schon das ehemalige Kindergräberfeld besucht und aus Publikationen zum Thema „Kinder im Krieg“ gelesen.

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