Tierschützer starten Aktion:

Kastration soll Katzen-Elend verhindern

Auch wenn Katzen theoretisch für sich selbst sorgen können, haben es Streuner meist schwer. Insbesondere ihre Jungen gehen oft qualvoll zugrunde. Um das einzudämmen, planen Tierschützer eine Kastrationsaktion. Dabei hoffen sie auf die Hilfe von Bürgern.

Für manche Katze mag das Leben in Freiheit schön sein, solange sie genug zu fressen findet. Besonders wenn sie Nachwuchs versorgen muss, ist aber meist das Gegenteil der Fall.
Georg Wagner Für manche Katze mag das Leben in Freiheit schön sein, solange sie genug zu fressen findet. Besonders wenn sie Nachwuchs versorgen muss, ist aber meist das Gegenteil der Fall.

Immer wieder machen Tierschützer die gleiche Erfahrung. Zuerst sind Kätzchen süß, dann lästig. Und zum Nachwuchs, den Tierhalter nicht wollen, kommen die Jungen jener Katzen hinzu, die verwildert sind oder als Streuner unter freiem Himmel leben.

Etwa zwei Millionen Straßenkatzen, so schätzt der Deutsche Tierschutzbund, leben mittlerweile sich selbst überlassen in Deutschland – Tendenz steigend. Demmin macht da keine Ausnahme. "Ganz so schlimm wie in Großstädten ist es zwar bei uns noch nicht", sagt Monika Gräser vom Demminer Tierschutzverein, "aber auch bei uns tauchen immer wieder herrenlose Katzen mit ihren Jungen auf."

Bestand in Grenzen halten

Sie führen alles andere als ein schönes Leben in Freiheit. In der Regel müssen sie hart ums Überleben kämpfen, geplagt von Unter- und Mangelernährung ebenso wie von Krankheiten und Parasiten. Um den Bestand in Grenzen zu halten, will der Demminer Tierschutzverein jetzt eine neue Kastrationsaktion für die sogenannten Freigänger starten. Die Freigänger werden in Lebendfallen gefangen und in der Demminer Tierklinik unfruchtbar gemacht und gechiped.

Bürger sollen helfen

"Dafür brauchen wir aber die Hilfe der Bürger", sagt Monika Gräser. "Leute, die fremde Katzen füttern, sollten sich mit uns in Verbindung setzen." Sie wüssten meist, wo viele streunende Katzen leben und immer wieder mit ihren Jungen auftauchen.

Die Aktion ist aus organisatorischen Gründen auf die Stadt Demmin und das nähere Umland begrenzt. Meldungen von Bürgern erbittet der Tierschutzverein Demmin bis zum 15. Juli unter den Nummern 03998 / 36 17 15 oder 03998 / 20 18 26.

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