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Kein Protest-Spalier für Merkel

Statt ihre Kritik an der Bundeskanzlerin und der CDU wie in früheren Jahren mit einer Protestveranstaltung an der Zufahrt zur Tennishalle zu zeigen, will sich die Oppositionspartei Die Linke an die Demminer Bürger wenden.

Jahrelang protestierte Die Linke vor der Veranstaltungshalle des Politischen Aschermittwoch. In diesem Jahr will sie darauf verzichten.
Archiv/Georg Wagner Jahrelang protestierte Die Linke vor der Veranstaltungshalle des Politischen Aschermittwoch. In diesem Jahr will sie darauf verzichten.

Falls Bundeskanzlerin Angela Merkel wie bisher geplant am 18. Februar zum Politischen Aschermittwoch der Landes-CDU nach Demmin kommt, wird sie diesmal wohl nicht von Gegendemonstranten am Straßenrand empfangen. Zumindest die Partei Die Linke wird nach Auskunft ihres Landtagsabgeordneten Peter Ritter auf eine derartige Veranstaltung am Straßenrand verzichten. Allerdings werde man zum "Festtag der CDU" etwas machen. Was genau das sein wird, da hält sich Ritter noch bedeckt.

Im vergangenen Jahr hatte seine Partei regierungskritische Plakate in der Stadt aufgehängt. In diese Richtung wird es wohl auch in diesem Jahr wieder gehen. "Wir werden unsere Aufmerksamkeit nicht mehr Frau Merkel und ihrer Festgemeinde vorm Hotel schenken", so Ritter, "sondern wir wenden uns an die Bürgerinnen und Bürger Demmins."

Ob andere Organisationen an der Zufahrt zum Veranstaltungsort "Spalier" stehen werden, steht derzeit noch nicht fest. Die Bürgerinitiative "Rettet das Landleben im Tollensetal" etwa, die in früheren Jahren an Protestveranstaltungen beteiligt war, hat sich laut ihrem Sprecher Jörg Kröger bislang noch nicht entschieden. "Nächsten Montag ist wieder BI-Treffen", sagt er. "Kann sein, dass es dann Thema ist und es einen Beschluss gibt."