Brauchtum in Vorpommern:

Kein Silvester ohne Karpfen

Rund 350 Kilogramm Fisch haben die Salemer Fischer vor dem Demminer Rathaus angefahren.  Daraus wird eine Speise zum Jahresausklang.

Karpfen frisch aus dem Wasser hat Thomas Schwarz von der Salemer Fischerei vor dem Demminer Rathaus im Angebot.
Georg Wagner Karpfen frisch aus dem Wasser hat Thomas Schwarz von der Salemer Fischerei vor dem Demminer Rathaus im Angebot.

Der Karpfen gehört zu Silvester wie das Feuerwerk zum Jahreswechsel. Auf die traditionelle Speise wollen zum Jahresausklang viele Demminer nicht verzichten, und sie müssen es auch nicht. Denn auf dem Markt ist wieder der Verkauf der Silvesterkarpfen angelaufen. Rund 350 Kilo Fisch haben die Salemer Fischer am Dienstag in einem Hälterbecken aufgefahren. Den ganzen Vormittag über kamen immer wieder Kunden, um sich einen Karpfen zu holen. Dennoch ist Fischer Thomas Schwarz nicht ganz zufrieden. "Es gab schon Jahre, in denen es besser lief", sagt er und kann über die Ursache nur rätseln: "Vielleicht sind die Leute noch satt von Weihnachten."Woher der Braucht stammt, zu Silvester Karpfen zu essen, darüber kann er gleichfalls nur Mutmaßungen anstellen. "Früher sagte man ja, Karpfen ist der Fisch der armen Leute." Er ließ sich in in den seichten Dorfteichen ziehen und konnte dort im Frühjahr auch ablaichen, so dass kein Besatz nötig war. Mag sein, dass es daher rührt.

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