Rettungsdienst:

Keiner traut sich an die Rettungswachen

Der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte will vor einer möglichen Neuorganisation der Rettungsdienste abwarten, was das Land macht. In  Schwerin aber hat man gegenwärtig "nichts in der Pipeline".

Rettungsdienstfahrzeug am Demminer Krankenhaus: Noch laufen die Einsätze in den alten Strukturen.
Georg Wagner Rettungsdienstfahrzeug am Demminer Krankenhaus: Noch laufen die Einsätze in den alten Strukturen.

Bis der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte das Kreisgebiet für den Rettungsdienst neu überplanen lässt, wird es wohl noch einige Zeit dauern. Denn die Kreisverwaltung will zunächst abwarten, ob das Land seinerseits eine neue Überplanung vorhat. "Sonst könnte es sein, dass wir an der Kreisgrenze nicht richtig aufgestellt sind", sagt Ordnungsamtsleiter Peter Handsche. Zudem ist es nach seiner Auskunft auch eine finanzielle Frage.

Hintergrund ist die Novellierung des Rettungsdienstgesetzes in Mecklenburg-Vorpommern. Im Vorfeld war im vergangenen Jahr im Demminer Land Kritik daran laut geworden, dass teilweise die Einsatzfristen nicht eingehalten wurden. Damit stand auch die Frage im Raum, ob die Rettungswachen in der geeigneten Weise verteilt sind und ob eine neue Wache nötig sei.

Vor einer Entscheidung wollte die Kreisverwaltung seinerzeit die Gesetzesnovelle abwarten. Sie wurde nun Ende Januar vom Landtag beschlossen, so dass die Planungsfrage erneut im Raum stand. Mittlerweile ließ das zuständige Sozialministerium in Schwerin bereits verlauten, dass es selbst das Land nicht neu überplanen will. "Wir haben nichts in der Pipeline, eine Neustrukturierung vorzunehmen", so Ministeriumssprecher Christian Moeller.

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