Dreiste Diebe:

Kellereinbrüche in Demmin häufen sich

Die Mieter in der Rosa-Luxemburg-Straße sind geschockt über die vielen Kellereinbrüche und haben Angst, dass die Diebe wiederkommen. Doch für die Polizei gibt es in Demmin keinen Brennpunkt.

Inzwischen haben die Bewohner ihre Keller doppelt und dreifach gesichert. Birgit Stolpmann zeigt, wo die Einbrecher die Riegel vermutlich mit einem Schneider durchgekniffen haben.
Kirsten Gehrke Inzwischen haben die Bewohner ihre Keller doppelt und dreifach gesichert. Birgit Stolpmann zeigt, wo die Einbrecher die Riegel vermutlich mit einem Schneider durchgekniffen haben.

Die Einbrecher kamen mehrmals kurz hintereinander. Solange Birgit Stolpmann in der Rosa-Luxemburg-Straße wohnt, hat sie das nie erlebt, die ganzen 30 Jahre nicht. Nun sind gleich mehrere Keller in ihrem Block aufgebrochen worden. Komischerweise waren immer nur zwei Aufgänge der Wohnungsgenossenschaft betroffen. „Es ist schlimm, einfach unvorstellbar“, sagt die Demminerin. An der Kellertür ihres Sohnes haben vermutlich die Diebe den Riegel einfach mit einem Seitenschneider durchgekniffen. Das Schloss blieb heil. Bei einer Nachbarin war es ähnlich. Gegen Morgen müssen die Diebe in die Keller eingedrungen sein. Sommerreifen, einen Schlitten und Kindersitz nahmen sie mit. Bei den anderen Säfte, Wasser, Eingewecktes, Kartoffeln, Marmelade und Gläser Leberwurst.

Inzwischen schließen sie alle Türen zu, auch die Durchgangstüren, die eigentlich Fluchtwege im Brandfall sein sollen. „Wir haben uns zusammengerauft und mit der AWG gesprochen“, sagt die 55-Jährige. Da, wo die Diebe eine Tür eingetreten haben, soll nun eine sichere neue eingebaut werden. Die Mieter haben ihre Keller jetzt doppelt und dreifach gesichert mit stabilen Eisenscharnieren. Durch die Holzlatten sieht man nicht mehr, was im Keller gelagert ist. „Wenn das jetzt noch einer versucht, kann es nur einer sein, der einen Schlüssel hat.“

Dass sich in letzter Zeit die Kellereinbrüche in Demmin häufen, stellt auch Kripo-Chef Uwe Dettmann fest. „Aber es ist nichts Ungewöhnliches, das gab es schon immer“, sagt er. Auffällig war, dass im zweiten Halbjahr 2013 die Einbrüche zunahmen. Aber ob die organisiert waren, das sei nicht begründet. Neben der Luxemburgstraße waren 2013 auch die Ernst-Moritz-Arndt-Straße und Jahnstraße zum Beispiel betroffen. Auch  Pressesprecherin Eike Wiethoff sieht keinen drastischen Anstieg. Wurden im ersten Halbjahr 2013 elf Einbrüche abgeschlossen, waren es im zweiten 13. Abgeschlossen heißt, sie wurden an die Staatsanwaltschaft übergeben. Bei weiteren Fällen laufen noch die Ermittlungen.

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