Mal etwas Ausgefallenes:

Kfz-Lehrlinge bekommen nobles Auto zum Schrauben

Es ist schon ein nobles Auto, ein Audi Q 5 steht in der Lehrwerkstatt der Berufsschule Demmin. Die Lehrlinge sollen an der neuesten Technik ausgebildet werden. Dafür sorgt jedenfalls der Förderverein der Berufsschule und gibt viel Geld dafür aus.

Berufsschullehrer Ingo Griebsch (links) erklärt den künftigen Kfz-Mechatronikern Niclas Setzkorn, Peter Voigt und Oliver Zamzow (von rechts) die Technik des neuen Audi Q5 Hybrid.
Gudrun Herzberg Berufsschullehrer Ingo Griebsch (links) erklärt den künftigen Kfz-Mechatronikern Niclas Setzkorn, Peter Voigt und Oliver Zamzow (von rechts) die Technik des neuen Audi Q5 Hybrid.

Der neue Audi Q 5 Hybrid, bestaunt von den Lehrlingen der Berufsschule in Demmin, braucht viel Platz in der Lehrwerkstatt. Obwohl, es nicht der erste große Audi in der Berufsschule. Schon 2009 gab es so ein nobles Fahrzeug für die Ausbildung der Kfz-Mechatroniker. Damals griff der Landkreis Demmin noch tief in die Tasche.

Inzwischen wird das Geld immer knapper, jetzt kümmert sich der Förderverein der Berufsschule immer stärker um die notwendigen Mittel für die Ausbildung. Schließlich werden in der Hansestadt, der Nebenstelle der Berufsschule Malchin, 200 Lehrlinge im Kfz-Fach ausgebildet. „Die Zusammenarbeit mit der Kfz-Branche klappt gut und wurde bereits nach der Wende aufgebaut“, erklärt Rolf Peters, Vorsitzender des Fördervereins. Als ehemaliger Schulleiter der Berufsschule in Demmin hat er schon 1990 zusammen mit dem Verein „Freunde der Berufsschule des Kfz-Gewerbes, damals noch mit dem Vorsitzenden Charly Berndt, die Fühler in Richtung Westen ausgestreckt. „Das war die einzige Chance, die Kfz-Branche in Demmin zu halten. Dafür ist aber die neueste Kfz-Technik notwendig, um gute Mechatroniker auszubilden“, so Peters.

In den 1990er-Jahren hatte Charly Berndt in Zusammenarbeit mit der Schule, dem Verein und den Verbänden der Innung dafür gesorgt, dass Fördermittel für die Ausbildungsstätte flossen. Es wurden eine neue Werkstatt gebaut, Technik angeschafft und immer wieder darauf geachtet, dass die Technik auf dem neuesten Stand kam.

„Der Verein sorgt für die Ausstattung. Aber diese hohen fünf- bis sechsstelligen Summen für so einen Audi kommen nicht von ungefähr. Kfz-Meisterbetriebe bilden in Demmin aus, dazu gehört auch die Ausbildung für Abgasuntersuchungen. Die Kosten dafür fließen zum Verein für solche Anschaffungen wie den Audi“, erklärt Rolf Peters. Und die Entwicklung gehe inzwischen zu den Elektrofahrzeugen, auch darauf müsse sich die Ausbildung einstellen.

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