Vorläufige Entspannung nach zeitweiligen Schließungen:

Kfz-Zulassung arbeitet wieder

Lange Zeit herrschte in den Zulassungsstellen des Landkreises eine angespannte Personallage, jetzt hat sich die Situation entspannt. Doch im nächsten Jahr droht ein neuer Engpass.

Für Carmen Zander und ihre Kolleginnen in der Demminer Zulassungsstelle hat der Stress der Personalnot ein vorläufiges Ende.
Georg Wagner Für Carmen Zander und ihre Kolleginnen in der Demminer Zulassungsstelle hat der Stress der Personalnot ein vorläufiges Ende.

Von Hektik oder Stau ist an diesem Dienstagnachmittag nichts zu spüren in der Demminer Kfz-Zulassungsstelle. Das war nicht immer so. Vor allem den Sommer über herrschte immer wieder Personalnot in den vier Zulassungsstellen des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte. Mittlerweile sieht es wieder besser aus. Die Lage habe sich entspannt, weil "Personal zugeführt wurde", ist Ordnungsamtsleiter Rainer Plötz zufrieden.

Drei neu ausgeschriebene Stellen wurden mit Verwaltungsfachkräften besetzt. Insbesondere kommt das dem Standort Waren zugute, wo die Personalnot am größten war. Demmin war weniger betroffen, hatte aber gleichfalls unter Engpässen zu leiden gehabt, zumal teilweise Personal zwischen den einzelnen Zulassungsstellen rotieren musste.

Am Horizont zeichnen sich neue Wolken ab

Mit den Neueinstellungen sind diese Schwierigkeiten zwar inzwischen behoben, doch am Horizont zeichnen sich neue Wolken ab. Eine Kollegin sei schwanger geworden, sagt Rainer Plötz. Wieder ein Ausfall. Zudem werde Anfang des nächsten Jahres eine Kollegin in Altersteilzeit gehen.

Wie die Unsicherheiten auf Dauer beseitigt werden könnten, steht indessen auf einem anderen Blatt. Beliebig viel Personal kann der Landkreis mit seinem defizitären Haushalt nicht einstellen, gegen die vorübergehenden Schließungen aber regte sich heftiger Protest von Bürgern und Autohäusern. Zudem gab es immer wieder Spekulationen darüber, ob die Zulassungsstellen in Demmin, Waren und Neustrelitz womöglich ganz geschlossen würden. Das gab offenbar auch Landrat Heiko Kärger (CDU) zu denken. Um das Dilemma zu lösen, hofft er auf moderne Technik. Im Januar werde man mit der Erarbeitung eines Konzepts für digitale Zulassung beginnen, sagt er. Sollte das irgendwann einmal Wirklichkeit werden, dann könnten Bürger von zu Hause aus am Rechner ihre Fahrzeuge zulassen. Die Kennzeichen würden dann zugeschickt. Wann das kommen wird, ist zwar noch offen, doch Kärger sichert zumindest eines zu: "Erst wenn das steht, schauen wir, was mit den Zulassungsstellen passiert."

 

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