Martinstag:

Kinder spielen Heiligen nach

Musik, Gesang und ein als römischer Hauptmann verkleideter Reiter, das kann nur eines heißen: Es ist Martinstag. Ihn begingen wieder Demminer Kinder.

Mit Bildern und Klängen illustrieren Kinder in der katholischen Kirche in Demmin die Martinsgeschichte.
Georg Wagner Mit Bildern und Klängen illustrieren Kinder in der katholischen Kirche in Demmin die Martinsgeschichte.

So voll ist die katholische Kirche in Demmin sonst fast nur zu Weihnachten und dann auch nicht mit so vielen Kindern. Die Besucher fanden dort am Montagabend nicht einmal alle einen Sitzplatz. Das hatte einen bei vielen Kindern beliebten Anlass. Die katholische und evangelische Kirchengemeinde, das evangelische Schulzentrum samt Hort und Kita feierten Martinsfest.

Musikalisch umrahmt von Bläsern der Landeskirchlichen Gemeinschaft und dem Chor der Kita „Die kleinen Füße von St. Bartholomaei“ erinnerten Hort-Kinder mit einem Spiel an die Nächstenliebe des römischen Hauptmanns und Heiligen, der laut Sage einst mitten im Winter seinen Mantel mit einem Bettler teilte und diesen vor dem Erfrieren rettete. „Wenn man Tragödien wie jetzt auf den Philippinen sieht“, sagte Pfarrer Pjotr Szczerbaniewicz in seiner Begrüßung, „dann merken wir, dass wir auch heute Menschen wie St. Martin brauchen.“

Dessen überlieferte Geschichte spielten Kinder in der Kirche nach mit Bildern, Klängen und Rezitationen, ehe sie zum  Martinsumzug starteten. Mit „St. Martin“ zu Pferd und einem Polizeiwagen an der Spitze zogen die Kleinen mit Lampions zur evangelischen Kirche St. Bartholomaei. Dort wurde ein Feuer entzündet und die Besucher teilten die traditionellen Martinshörnchen.

 

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