Schnelle Hilfe:

Kleiner Storch von Garbenband befreit

Lange hätte der junge Adebar in Metschow wohl nicht mehr überlebt. Ein Glück, dass Retter schnell zur Stelle waren.

Neue Hoffnung für den kleinen Storch: Er wird jetzt in Mühlenhagen aufgepäppelt.
Buggenthien Neue Hoffnung für den kleinen Storch: Er wird jetzt in Mühlenhagen aufgepäppelt.

Was sich vor ihrem Fenster in Metschow abspielte, brach Luise und Uwe Buggenthien fast das Herz. Auf einem Strommast nisten dort Störche, und Buggenthiens haben ein wachsames Auge auf die Adebare. Jetzt aber fiel ihnen auf, dass der Jungstorch im Nest stark geschwächt war und nicht mehr stehen konnte. "Die Eltern haben ihn auch nur noch zweimal täglich gefüttert", erzählt Luise Buggenthien. Irgendetwas war mit dem Kleinen offensichtlich nicht in Ordnung.

Deshalb rief sie das Umweltamt des Kreises in Neubrandenburg an. Dessen Mitarbeiter Mike Hartmann sei sofort gekommen, das Stromunternehmen E.dis habe eine Hebebühne bereitgestellt. "Die waren so fix, das lief alles ganz unbürokratisch", freut sich Luise Buggenthien.

Innerhalb einer Stunde war der kleine Storch befreit. Wie sich herausstellte, hatte er sich offenbar auf einem Feld ein Garbenband um die Beine gewickelt. Mike Hartmann habe ihn dann zum Naturerlebnispark Mühlenhagen gebracht. Dort gibt es ein Gehege für Weißstörche. "Wir haben uns so gefreut", sagt Luise Buggenthien. "Der wäre elend im Nest verhungert."

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