Kantorei:

Konzert mit Pauken und Trompeten

Für das Weihnachtsoratorium in diesem Jahr hat Kirchenmusikdirektor Thomas Beck Bachs "Hohe Messe" ausgesucht. Aber so gut das auch klingen mag, es geht nicht ohne ein paar ganz bestimmte Takte.

Streicher, Sänger, Bläser: Am 30. November ertönen in der Demminer Kirche St. Bartholomaei klassische Klänge. Traditionell am Vorabend des 1. Advents führt die Kantorei mit Orchesterbegleitung das Weihnachtsoratorium auf.
Georg Wagner Streicher, Sänger, Bläser: Am 30. November ertönen in der Demminer Kirche St. Bartholomaei klassische Klänge. Traditionell am Vorabend des 1. Advents führt die Kantorei mit Orchesterbegleitung das Weihnachtsoratorium auf.

Thomas Beck weiß, was die Demminer wünschen. Es muss nicht unbedingt nur Bach sein, er kann am Vorabend des ersten Advents auch Heinrich Schütz aufführen oder Georg Friedrich Händel oder Felix Mendelssohn-Bartholdy, was auch immer: Es wird als Weihnachtsoratorium von den Gästen anerkannt. Nur eines darf nicht fehlen, weiß Beck, und das wird es auch in diesem Jahr nicht. „Die Zuhörer werden das ‚Jauchzet, frohlocket…‘ bekommen“, verspricht er.

Der Demminer Kirchenmusikdirektor hat für das neue Konzert wieder tief ins Bach-Werke-Verzeichnis gegriffen. Nach den einleitenden Kantaten 1 und 3 des Weihnachtsoratoriums wird Johann Sebastian Bachs h-Moll-Messe den Schwerpunkt der Aufführung am Sonnabend, 30. November, bilden. Und damit zur Einstimmung auf die Weihnachtszeit ein kirchenmusikalisches Werk erklingen, das den Sängerinnen und Sängern der Kantorei selbst ebenso entgegen kommt wie ihren Freunden in der Stadt und im Umland, lässt es doch Raum für die Laienmusiker.

Die auch als „Hohe Messe“ bezeichnete Komposition gilt als Bachs letztes großes Vokalwerk. Entstanden war sie in einem über Jahre reichenden Schaffensprozess, vollendet hat Bach sie vermutlich im Jahr 1749. Mit „Sanctus“, „Osanna“, „Benedictus“, „Agnus Dei“ und dem abschließenden Friedensgebet „Dona nobis pacem“ lassen die Sängerinnen und Sänger in der Kirche St. Bartholomaei wesentliche Teile einer Messe erklingen.

Die Soli singen bei der Aufführung Elisabeth Neumann (Sopran), Annerose Kleiminger (Alt), Reinhart Ginzel (Tenor) und Matthias Jahrmärker (Bass), den Continuo-Part hat Monika Riedel. Begleitet werden die Sängerinnen und Sänger vom Preußischen Kammerorchester Prenzlau. Damit stehen auf der Bühne und im „Orchestergraben“ unter Leitung von Thomas Beck wiederum Musiker, die in Demmin und Umgebung bekannt sind und eine durchaus breite Fangemeinde haben.

Das Weihnachtsoratorium beginnt am Sonnabend, dem 30. November, um 17 Uhr in der Demminer Kirche St. Bartholomaei.

 

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