Keine Kinderstube am Kummerower See:

Kormorane - Freunde oder Feinde?

Nach Einschätzung von Fachleuten stößt der Bestand der gefiederten Fischer im Norden allmählich an seine natürliche Grenze. Ein Streit zwischen Fischern und Naturschützern entbrennt. 

Fischer und Angler sehen nicht gern Kormorane auf dem Kummerower See. Bei den Vögeln handelt es sich in der Regel aber nur um Durchzügler.
Georg Wagner Fischer und Angler sehen nicht gern Kormorane auf dem Kummerower See. Bei den Vögeln handelt es sich in der Regel aber nur um Durchzügler.

Fischer werden es begrüßen, Naturschützer eher bedauern: Der Kormoran will in der Region am Kummerower See nicht recht heimisch werden. Zwar gehen zahlreiche der schwarzen Vögel auf dem See und seinen umliegenden Gewässern auf Fischgang, doch für die Aufzucht ihrer Jungen meiden sie den See eher. Nachdem in den Überflutungsgebieten der Großen Rosin im Jahr 2012 drei Brutpaare gezählt wurden, war die kleine Kolonie laut Kormoranbericht 2013 im vergangenen Jahr wieder erloschen. In diesem Jahr hätten nun wieder einige Paare gebrütet, weiß Christof Herrmann vom Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie in Güstrow. In der Hauptsache aber gebe es hier nur Schlafplätze von Kormoranen.

Wie viele es genau sind, steht nicht fest. Allerdings ist fraglich, ob ihre Zahl noch stark zunehmen wird. Denn nach den langjährigen Beobachtungen blieb der Kormoranbestand in Norddeutschland von 2001 bis 2012 in etwa konstant. Das spreche dafür, dass mittlerweile die natürliche Grenze für die Bestandsentwicklung erreicht sei, bestätigt Herrmann.

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung