Krankenhaus buhlt um die Dialyse:

Ein Umzug mit Vorteilen für beide Seiten?

Das Demminer Nierenzentrum mit dem Krankenhaus unter einem Dach oder wenigstens auf dessen Gelände – so hätte es der Chef der kreiseigenen Klinik gern. Erste Gespräche dazu soll es bereits gegeben haben. Doch das wird nicht reichen.

Das Kreiskrankenhaus kämpft um wirtschaftliche Genesung. Das Zukunftskonzept setzt unter anderem auf mehr fachmedizinische Kompetenz.
Thoralf Plath Das Kreiskrankenhaus kämpft um wirtschaftliche Genesung. Das Zukunftskonzept setzt unter anderem auf mehr fachmedizinische Kompetenz.

Über einen angeblich geplanten Umzug des Demminer KfH-Nierenzentrums aus dem maroden Weißen Krankenhaus in ein besser erhaltenes Gebäude ist schon oft spekuliert worden. Nun gibts frischen Nachschub für solche Gerüchte, und vielleicht ist diesmal wirklich etwas dran. Das Kreiskrankenhaus buhlt um die Dialyse und hätte das vom gemeinnützigen Verein „Kuratorium für Dialyse und Nierentransplantation“ (KfH) getragene Nierenzentrum wohl gern auf seinem Areal.

Noch hat man außer dem Wunsch nicht viel anzubieten. Aber erste Gespräche darüber soll es schon gegeben haben. „Wir sind da in Kontakt“, bestätigt Krankenhaus-Geschäftsführer Kai Firneisen. „Unser erklärtes Ziel ist es, mehr Fachärzte an das Haus zu binden. Und die Dialyse mit unter unserem Dach zu haben, das wäre natürlich ein großes Plus. Für die Patienten, ganz klar, aber auch für die Stärkung des Klinikstandorts Demmin.“

Der Umworbene hält sich zurück

Leider habe man im Moment keine geeigneten Räume dazu, räumt Firneisen ein. „Es liefe also auf einen Neubau hinaus. Wie sich das finanziell darstellen lässt, welche Eigenanteile da auf uns zu kämen, das wird gerade geprüft. Aber wir wollen zeitnah – wenn es geht schon im Frühling – Förderanträge stellen.“

Man habe ernsthaftes Interesse daran, so ein Projekt umzusetzen. „Ich sehe darin eine positive Symbiose zu beiderseitigem Nutzen. Wir könnten zum Beispiel die Essensversorgung der Dialysepatienten mit übernehmen. Und sicherlich sucht auch die Dialyse nach einer räumlichen Veränderung. Ideal untergebracht ist es dort in dem alten Gebäude in der Loitzer Straße bestimmt nicht.“

Wie man in der Dialyse über einen etwaigen Umzug näher an das Kreiskrankenhaus heran denkt, war für uns nicht zu erfahren. Der Chef des Nierenzentrums, Dr. Uwe Kraatz, wollte sich gegenüber Nordkurier nicht zu dem Thema äußern.

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