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Kriegsgräber in der Demminer Woldeforst?

In Demmin waren während des Zweiten Weltkrieges auch Zwangsarbeiter eingesetzt worden. Sie seien in der Munitionsfabrik tätig gewesen, hieß es. Etliche von ihnen sollen in der Hansestadt ihre letzte Ruhe gefunden haben.

Großes Interesse zeigte die Diskussion um sowjetische und deutsche Kriegsgräber in Demmin. Das Regionalmuseum und das Aktionsbündnis "8. Mai Demmin" hatten dazu eingeladen.
Gudrun Herzberg Großes Interesse zeigte die Diskussion um sowjetische und deutsche Kriegsgräber in Demmin. Das Regionalmuseum und das Aktionsbündnis "8. Mai Demmin" hatten dazu eingeladen.

Der Zweite Weltkrieg endete in Demmin mit zahlreichen Selbstmorden, die Stadt wurde zerstört. Nach dem Tabu der Ergebnisse zu DDR-Zeiten brach nach der Wende in der Stadt eine Debatte um die Deutung der Vergangenheit aus, wurden der sowjetische Friedhof umgestaltet und Zeichen des Gedenkens neu gesetzt. Wie soll die Erinnerungspolitik der Stadt aber in Zukunft aussehen? Welchen Stellenwert hat historisches Wissen? Wie steht es um das Wissen über Einsatz und Tod sowjetischer Kriegsgefangener und Zwangsarbeiter in Demmin? Das Demminer Regionalmuseum und das Aktionsbündnis "8. Mai Demmin" haben das Thema auf die Tagesordnung einer Gesprächsrunde gesetzt und viele Interessierte dafür gefunden.

Und Bürgermeister Michael Koch wartete auch gleich mit neuen Erkenntnissen auf. "Es gibt zwei Zeitzeugen, die uns sagen können, was und wo in der Woldeforst von Demmin im Zweiten Weltkrieg passiert ist", so Koch. Es gibt hier Ruhestätten von Zwangsarbeitern. "Wir werden Grabungen machen, denn es gab hier eine Munitionsfabrik, wo Zwangsarbeiter tätig waren", so der Bürgermeister.