Fast wie in der Karibik:

Kummerower See so klar wie lange nicht

Auf der Mole des Gravelotter Hafens haben die Leute eine neue Lieblingsbeschäftigung: Fische gucken. So klar war das Wasser lange nicht. Willkommen im größten Aquarium Vorpommerns!

Aquarium Gravelotte: So klar wie derzeit war der Kummerower See im Frühsommer lange nicht.             
Thoralf Plath Aquarium Gravelotte: So klar wie derzeit war der Kummerower See im Frühsommer lange nicht.  

Da ist selbst Christoph Linke, Chef des Staatlichen Amtes für Landwirtschaft und Umwelt, einigermaßen ratlos: Warum das Wasser des Kummerower Sees trotz hochsommerlicher Temperaturen so klar ist wie seit Langem nicht mehr, der renommierte Umweltexperte hat darauf auf die Schnelle auch keine Erklärung. "Eigentlich haben wir in etlichen Binnengewässern der Region seit fünf Jahren leider andere Anzeichen. Da zeigt uns das Wachstum bestimmter Unterwasserpflanzen, die im Gewässermonitoring als Bioindikatoren fungieren, dass sich die Wasserqualität eher nicht zum Guten weiterentwickelt. Es wäre ja schön, wenn der Kummerower See eine Ausnahme machte."

Drei Meter Sichttiefe

Vielleicht ist es auch nur ein vorübergehendes Phänomen, aber das klare Wasser erstaunt viele Besucher, die den See um diese Jahreszeit eher als grünlich eingetrübt kennen. Bootsfahrer berichten begeistert von drei Metern Sichttiefe. Selbst auf der Peene zwischen Aalbude und Schönfeld ist fast durchweg der Flussboden zu erkennen.

In Gravelotte sieht man Gäste des Campingplatzes auf der Mole Fische beobachten und Unterwasserwiesen fotografieren: Der Hafen, in dem man sonst selbst im Flachwasser kaum den Grund ahnt, hat sich in ein Aquarium verwandelt, in dem Barsche, Rotfedern und Rapfen wie in einem großen Kräutergarten herumschwimmen. Vor allem für die Kinder ein sichtlich spannendes Erlebnis.

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