Tourismus:

Landrat will Fähre bei der MVVG lassen

Einem Betreiberwechsel für den Katamaran an der Peene zwischen Verchen und Aalbude kann der Chef der Kreisverwaltung nichts abgewinnen. Ein Grund sind für Landrat Heiko Kärger Kostenfragen.

Die Fähre "Aalbude" soll nach dem Willen des Landrats auch weiterhin unter der Flagge der kreiseigenen Nahverkehrsgesellschaft MVVG laufen.
Georg Wagner Die Fähre "Aalbude" soll nach dem Willen des Landrats auch weiterhin unter der Flagge der kreiseigenen Nahverkehrsgesellschaft MVVG laufen.

Klar gegen eine Übertragung der Fähre Aalbude von der Nahverkehrsgesellschaft MVVG auf die neue Wirtschaftsfördergesellschaft des Kreises Mecklenburgische Seenplatte hat sich Landrat Heiko Kärger (CDU) ausgesprochen. "Das wäre totaler Quatsch", sagte er dem Nordkurier. "Wenn ich das machen würde, müsste ich Zuschüsse aus der Kasse des Landkreises bezahlen." Denn die Wirtschaftsfördergesellschaft werde nie ohne Zuschuss auskommen. Hinzu kämen Personalfragen.

Die für den Tourismus am Kummerower See wichtige Personen- und Fahrradfähre auf der Peene gibt es seit 1997. Sie pendelt zwischen der Verchener Marina und der Aalbude über die Peene und verkürzt damit den Weg um den See um mehr als 30 Kilometer.

Zunächst gehörte sie zur kreiseigenen Nahverkehrsgesellschaft DVG, seit deren Fusion mit der Neustrelitzer Busgesellschaft zur daraus entstandenen MVVG. Für die Fähre plante der Kreis in seinen Etats jährliche Zuschüsse von maximal 25.000 Euro ein. Die aber sind nun entsprechend dem Haushaltssicherungskonzept gestrichen.

Darauf beruft sich die Kreistagsfraktion FDP/Piraten/AB/EB. Sie will wie bereits berichtet im nächsten Kreistag am 6. Juli die Übertragung der Fähre auf die Wirtschaftsförderungsgesellschaft beantragen, weil zu deren Geschäftsfeld auch touristische Aufgaben zählen sollen.

Ein Argument, dem sich der Landrat nicht anschließen will. Er sieht sie bei der Verkehrsgesellschaft MVVG besser aufgehoben. "Wir wollen mal die Sachen, die gut laufen, da lassen, wo sie sind", sagte er.