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"Loitzer Grüne Hölle" begeistert die Mosel-Winzer

Gerade noch Trauben am Rebstock, nun schon Most: Der "Lustwein" der Loitzer Hobbywinzer, er reift und begeistert die Experten! Ein Edler Tropfen, nur beim Verkauf gibt es einen Haken.

Weinernte in Rustow: Mehr als zwei Tonnen Trauben ernteten die Peenewinzer von ihren 1200 Rebstöcken am Rand des Loitzer Ortsteils. Gekeltert wird die Premiere-Ernte auf einem Weingut an der Mosel.
Thoralf Plath Weinernte in Rustow: Mehr als zwei Tonnen Trauben ernteten die Peenewinzer von ihren 1200 Rebstöcken am Rand des Loitzer Ortsteils. Gekeltert wird die Premiere-Ernte auf einem Weingut an der Mosel.

Noch kein Monat ist vergangen seit der Erntepremiere auf Vorpommerns erstem Hobby-Weinfeld in Rustow, da gärt der erste Federweiße aus der frisch gepressten Traube. Einer hat ihn schon probiert: Jörg Längert, Getränkefachhändler und Gründungsmitglied im Loitzer Winzerverein "Sophia Hedwig".

"Schmeckt schon nach Wein"

Er hatte die Ernte der Privatweinbauern von der Peene an die Mosel transportiert – und die Gelegenheit genutzt, sich auf dem Weingut des Partnerwinzers Walter Oster in Ediger-Eller anzuschauen, wie die Profis ernten und keltern. Am Ende gab es die erste Probe des jungen vorpommerschen Traubenmostes zu verkosten. "Schmeckt schon nach Wein", sagt Längert. Er sei zwar kein Experte, schränkt er ein: "Aber auch die Winzer an der Mosel sind überrascht von der Qualität unserer Ernte, und das will was heißen."

Abgefüllt wird im zeitigen Frühjahr 2017. Für ein paar hundert Flaschen dürfte die erste Ernte locker reichen. In den Handel darf der Cabernet blanc allerdings nicht, er ist den Vereinsmitgliedern vorbehalten, die auch schon einen schönen Namen für ihren Traubentrunk führen: "Loitzer Lustwein" wird er heißen. Der Spitzname, den sich die Moselwinzer ausgedacht haben, klänge vielleicht auch nicht schlecht. Sie nennen ihn "Loitzer Grüne Hölle".