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Marina Demmin lässt noch auf sich warten

VonThoralf PlathNun muss der Saisonstart doch ins Wasser fallen: Die Marina Demmin wird nicht wie geplant fertig. Zu sehr hat der Winter gebremst. Und eine ...

Die neue Wassersportsaison beginnt, die ersten Boote verlassen die Winterlagerhalle an der Loitzer Straße. Der eigentliche Sportboothafen allerdings bleibt in diesem Jahr noch geschlossen, der lange Winter verzögerte die Bauarbeiten.  FOTOs: thoralf plath

VonThoralf Plath

Nun muss der Saisonstart doch ins Wasser fallen: Die Marina Demmin wird nicht wie geplant fertig. Zu sehr hat der Winter gebremst. Und eine halbe Baustelle will Investor Klaus Oetjen nicht auf die Bootstouristen loslassen. Immerhin: Ein Blick hinter die Kulissen soll bald möglich sein.

Demmin.Der Blick vom Bauzaun zum Hafenbecken hinüber hat etwas Symbolisches. Mitten auf dem Platz der künftigen Bootsmarina hat Klaus Oetjen große Findlinge aufstapeln lassen, die bei den Baggerarbeiten gefunden wurden. Nun erinnert das Bild ungewollt an die sprichwörtlichen Steine, die manche Behörde dem Niedersachsen in den Weg legte während der bald zehn Planungs- und Antragsjahre, die dem Bau des Tourismushafens an der Peene vorausgingen.
Oetjen will von dem Thema eigentlich gar nichts mehr hören. „Olle Geschichten“, sagt er. „Hat doch alles geklappt zu guter Letzt.“ Viel lieber verweist er darauf, was sich getan hat seit dem Baubeginn vor einem Jahr: „Wir haben da richtig reingehauen.“
Das kann man so sagen. Das alte Schlachthofgelände, vor wenigen Jahren noch mit dem wenig schmeichelhaften, aber durchaus treffenden Begriff „Schiet-Eck“ tituliert, es ist nicht wiederzuerkennen. Von der neuen Winterlagerhalle für Boote an der Loitzer Straße bis zum Sanitärgebäude, das als Rohbau steht, ist ein Areal im Entstehen, das das Zeug zu einem Vorzeigeobjekt des Bootstourismus hat. Mit Kinderspielplatz, Stellfläche für Wohnmobile, Service-Werkstatt. Nur fertig wird es nicht. Jedenfalls nicht wie geplant zum Saisonstart. „Der Winter war einfach zu lang, man konnte bei so einem Wetter draußen wenig machen“, sagt Oetjen. „Das hat unsere Pläne umgeschmissen“.
Doch eine halbe Baustelle eröffnen, das will er nicht. Zwar kommen übernächste Woche die Schwimmstege für den Hafen, auch das Sanitärhaus soll in den nächsten Wochen fertig werden. „Aber erst bauen wir die Sachen hier zu Ende und dann eröffnen wir, nicht umgekehrt“, stellt Oetjen klar. So sagt er es auch den vielen Demminer Zaungästen, die ihn immer wieder das gleiche fragen: Wann geht‘s los?
Oetjen versteht das Interesse. Er freut sich auch drüber. Um dem zu begegnen, plant der Unternehmer im Juni erst ein Richtfest zu feiern für die Firmen, die an der Anlage mitgebaut haben, anschließend soll es einen Tag der offenen Tür geben. Da könne sich dann jeder ansehen, was aus dem Ruinengrundstück geworden ist: „Ich denke, unser Hafen hier kann sich sehen lassen.“ Offiziell für Boote öffnen wird der dann zehnte Sportboothafen am Amazonas des Nordens zwischen Anklam und dem Kummerower See nun aber wohl erst 2014.

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t.plath@nordkurier.de