Gähnende Leere bei der Tafel:

Menschen in Not: Keine Kleidung für den Winter

Alarmstufe Rot bei der Demminer Tafel. Kurz vor den kalten Monaten droht der Nachschub für die Kleiderkammer abzureißen. Das könnte für die Betroffenen der schlimmste Winter werden.

Mitarbeiterin Annegret Müller sortiert Bekleidung in die Regale. Die Demminer Tafel braucht für ihre Kleiderkammer jedoch dringend Sachen für den Herbst und Winter.
Gudrun Herzberg Mitarbeiterin Annegret Müller sortiert Bekleidung in die Regale. Die Demminer Tafel braucht für ihre Kleiderkammer jedoch dringend Sachen für den Herbst und Winter.

„In unserer Kleiderkammer sieht es nicht gut aus. In den Regalen liegen zwar noch einige Sachen, aber der Winter naht“, sagt Manuela Leistikow von der Demminer Tafel. Die Mitarbeiter haben ein großes Problem. Der Transporter ist kaputt. „In Neu Münster und Berlin werden für unsere Kleiderkammer Pullover, Hosen, Schuhe und viele andere Dinge gesammelt, aber wir können sie nicht abholen“, bedauert sie. „Wir brauchen dringend Hilfe“.

Etliches musste sie zuletzt aussortieren. „Es ist toll, dass uns auch Bekleidung gebracht wird. Es muss ja nicht super modern sein, aber manches gehört dann auch einfach nicht mehr in die Kleiderkammer“, meint Manuela Leistikow. Ihre Kollegin Annegret Müller ist gerade dabei, T-Shirts und Pullover in die Regale zu räumen. Denn seit Kurzem stehen der Kleiderkammer auch größere Räume zur Verfügung. „Wir haben einen Raum nur für Kinderbekleidung eingerichtet. Und hier brauchen wir natürlich für den Herbst und Winter eigentlich alles“, sagt Manuela Leistikow. Schuhe seien besonders wichtig. Auch auch Damen- und Herrenbekleidung bis Größe 50 seien gefragt.

Auch Geschirr, Handtücher, Bettwäsche fehlen

„Wenn Sachen in der Umgebung abgeholt werden müssen, können wir das schon leisten. Aber weite Strecken können wir derzeit nicht fahren“, erklärt sie. Die Demminer Tafel habe zwar Fahrzeuge für Lebensmittel, aber das seien alles Kühlfahrzeuge, die nicht für den Transport von Bekleidung oder Möbel benutzt werden dürfen. „Geschirr, Handtücher, Bettwäsche brauchen wir auch“, sagt sie und könnte die Liste der Gegenstände noch weiter führen: Bekleidung für den Herbst sei aber besonders wichtig.

„Vielleicht erhalten wir ja auch Hilfe bei der Reparatur unseres Transporters. Wichtig wäre uns aber zunächst, dass jeder mal in seinen Kleiderschrank schaut, ob er nicht das eine oder andere entbehren kann. Nur bitte keine Sommerkleider“, sagt Manuela Leistikow. Sie hofft darauf, dass auch bald die Bekleidung aus Berlin und Neu Münster abgeholt werden kann. Derzeit betreut die Demminer Tafel 217 bedürftige Familien in Demmin, in Beggerow sind es 40, in Schönfeld 19, in Tutow 38, in Loitz 32 und in Jarmen 25 Familien.

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