Demmin startet ins neue Jahr:

Mit Feuerwerk ins Jubiläum

875 Cent kostete der Eintritt zur Feier in der Friesenhalle. Denn so alt wird offiziell in diesem Jahr Demmin. Erst einmal aber ging es in der Schützenstraße darum, stimmungsvoll das neue Jahr zu begrüßen - wie überall im Demminer Land.

Herrlich, so ein Feuerwerk. Oliver Witthuhn (Mitte) genoss es mit seiner Familie in der Jarmener Straße. Foto: Georg Wagner
Georg Wagner Herrlich, so ein Feuerwerk. Oliver Witthuhn (Mitte) genoss es mit seiner Familie in der Jarmener Straße. Foto: Georg Wagner

2015 hat begonnen, 2014 ist Geschichte. Als um Mitternacht von Mittwoch auf Donnerstag die Glocken das neue Jahr einläuteten und die Feuerwerksraketen in den Himmel schossen, konnten die Polizeibeamten im Demminer Hauptrevier schon ein klein wenig aufatmen. Die Menschen im Demminer Land haben zwar lautstark, aber offenbar friedlich in das neue Jahr gefeiert. Zwischenfälle wurden zumindest am Neujahrsvormittag nicht bekannt. „Alles gut“, sagte ein Polizeisprecher.

Auf privaten Partys oder im Verein, bei Bällen und auf der Straße begrüßten die Menschen 2015. Insbesondere für die Demminer begann damit auch eine „Geburtstagsfeier“, die sich das ganze Jahr hinziehen wird. Die Silvester-Veranstaltung in der Friesenhalle war der Auftakt zur 875-Jahrfeier der Hansestadt.

Auch wenn der Jahrestag etwas umstritten ist. Denn vor 875 Jahren schlug zwar Papst Innocenz II. die Burg Demmin dem neuen Bistum Pommern zu, was als urkundliche Ersterwähnung gilt, doch eigentlich ist der Ort älter. Otto von Bamberg soll zwölf Jahre zuvor schon hier geweilt haben und der Chronist Adam von Bremen erwähnt ein Dymin schon im Jahr 1075.

Doch das spielte in der Friesenhalle erst einmal keine Rolle. Denn dort ging es ums Feiern und die Halle war weitgehend voll. „Super Stmmung“, fand Juana Sodemann. „Die Musik ist gut und die Bedienung auch.“

Sie war, kostümiert mit Herzchenantennen, gleich zu Beginn gekommen und hatte für ihre Eintrittskarte jenen Preis bezahlt, der symbolisch für das Stadtjubiläum stand: „875 Cent.“ Ja, sie wisse, wie das zustande komme und es sei sehr schön, dass das im Lauf des Jahres immer wieder begangen werden soll, sagte sie. „Es ist gut, dass es auch etwas für die Jugendlichen gibt. Sonst ist ja hier nichts weiter.“

Zu diesem Zeitpunkt hatte der junge Oliver Witthuhn schon einen wichtigen Teil des Abends hinter sich. Gemeinsam mit der Familie stand der Junge am späteren Abend am Straßenrand in der Gartenstadt, um das zu tun, was für Viele untrennbar zu Silvester gehört: Dem Spaß am Böllern freien Lauf lassen. Ob in Vorwerk oder Stuterhof, in der Stadtrandsiedlung, auf dem Markt oder auf den Dörfern - während kaum noch ein Auto auf den Straßen unterwegs war, füllten sich die Fahrbahnen zusehends mit Papierschnipseln und Stäbchen, den Überbleibseln der privaten Feuerwerke. Was an den einzelnen Veranstaltungsorten nicht anders war.

Das Hotel Trebeltal und das Restaurant Pommernland etwa hatten traditionell ihre öffentlichen Partys angesetzt, nur im Tannenrestaurant blieben dieses Mal die Lichter aus. Denn dessen Gastwirt Jügen Aleschus  organisierte gemeinsam mit der Stadt die Feier in der Friesenhalle, wo DJ Acky und die Band „Two Generations“ abwechselnd mit Pop und Rock‘n Roll den Gästen einheizten. Das musste Aleschus nicht bereuen. „Die Stimmung ist gut. Ich denke, wir haben alles richtig gemacht.“

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