Zerfledderte Lehrbücher:

Mutter sucht Schulbuch-Sponsoren

Ein paar Jahre haben die Mathebücher bereits auf dem Buckel. Zuviel, findet eine Mutter.

Diese Mathebücher bereiten Ärger.
Diese Mathebücher bereiten Ärger.

Mit so einer Überraschung hatte Pia Wiese nicht gerechnet. Als ihr Sohn die Schulbücher zu Hause auspackte, traute sie ihren Augen kaum. Denn gerade das Mathebuch des Zweitklässlers war in schlechtem Zustand. „Es fiel beinahe auseinander“, schildert Pia Wiese. „Auf der Elternversammlung wurde dann klar, dass viele Eltern enttäuscht waren über den Zustand der Bücher. Einige Exemplare sind fast zwanzig Jahre alt.“ Geld für einen neuen Klassensatz sei nicht vorhanden, deshalb wurden einige Bücher - so weit es ging - durch bessere Exemplare getauscht.

Doch glücklich ist Pia Wiese darüber nicht. Sie versucht jetzt, auf eigene Faust Sponsoren zu finden, um den Kindern neue Mathebücher kaufen zu können. So dramatisch sei die Situation nicht, wie Schulleiterin Barbara Engelbrecht verdeutlicht. Der Großteil der besagten Mathebücher stamme aus dem Jahr 2004. Die Schule habe ein jährliches Budget, mit dem alle Arbeitsmaterialien bezahlt werden müssen. Knapp 4000 Euro werden jedes Jahr in Bücher und Arbeitshefte investiert. „Wir beraten im Lehrerkollegium, welche Klassensätze dringend neu angeschafft werden müssen. Denn alles gleichzeitig, geht nicht“, so Barbara Engelbrecht. Die Mathebücher für die zweite Klasse sind im nächsten Schuljahr dran. Als Schulleiterin sei sie sehr bemüht, den Schülern nicht nur einwandfreie, sondern vor allem inhaltlich richtige Materialien auszuhändigen. Und da müsse die Schule mitunter schnell handeln, wie beispielsweise nach der Kreisgebietsreform. „Die neuen Landkreise spielen in Mathematik keine Rolle, aber im Sachunterricht“, erläutert die Schulleiterin.

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