Bangen um die kleine Elisabeth:

Nach dramatischem Todeskampf ist ihr Familienglück endlich perfekt

Jeden Tag genießen Melanie Dango und Erdmann-Michael Haerter jetzt ihr Elterndasein. Doch zuvor mussten sie bange Stunden überstehen – ihre kleine Tochter Elisabeth kämpfte um ihr Leben.

Spätes Glück: Melanie Dango und Erdmann-Michael Haerter sind stolze Eltern der kleinen Elisabeth.
Kirsten Gehrke Spätes Glück: Melanie Dango und Erdmann-Michael Haerter sind stolze Eltern der kleinen Elisabeth.

Elisabeth schlummert selig in ihrem Körbchen. Ein Lächeln huscht über ihre Lippen. Zufrieden räkelt sie sich. „Sie ist ein sehr ruhiges Kind“, sagt Melanie Dango. „Sie schreit nur, wenn sie Hunger hat und die Windel voll ist.“ Die 38-Jährige lächelt. Jetzt ist alles gut. Sie genießt das Muttersein.

Schreckliche Stunden

Das war nicht immer so. An den ersten Tagen nach der Geburt ihrer Tochter erlebte Dango schreckliche Stunden. „Noch nie in meinem Leben habe ich so viel Angst gehabt“, meint die Stavenhagener Pastorin. Als sie im Krankenhaus war, haben so viele Menschen gebetet. „Das hat mich sehr getragen, dass so viele an uns denken.“ Auch für ihren Mann, den gebürtigen Demminer Erdmann-Michael Haerter (49), waren es keine leichten Tage. Dabei hatte alles so glücklich begonnen. Am 12. Dezember ging alles glatt bei der Geburt im Krankenhaus Demmin. Um 14.18 Uhr war Elisabeths erster Schrei zu hören. 48 Zentimeter lang war sie und 2840 Gramm schwer.

Bakterielle Infektion

Doch dann, einen Tag später, der Schock. Ihr Töchterchen bekam plötzlich Atemnot, lief blau an. Viermal in acht Stunden wiederholte sich das. Mutter und Kind mussten in die Uni-Klinik nach Greifswald. In einen Spezial-Inkubationskasten wurde das Mädchen verlegt. „Es war heftig“, sagt Melanie Dango leise. In Greifswald hätten sie die Kleine auf den Kopf gestellt, etliche Sonografien gemacht, die Organe untersucht. Nichts wurde gefunden. Die Ärzte seien dann von einer bakteriellen Infektion ausgegangen und gaben ein Antibiotikum. Am 19. Dezember war der Spuk vorbei. Das Antibiotikum hatte angeschlagen. Elisabeth durfte gesund nach Hause. „Wir waren heilfroh.“

Dass beide so spät noch Eltern werden, empfinden sie als großes Glück. Jede Lebenslage habe ihre Vor- und Nachteile, meinen sie. „Wenn man spät Mama wird, hat man die Chance, alt zu werden“, meint Melanie Dango und lacht. Vor einem Jahr, am 30. Dezember 2013, hatte das Paar standesamtlich geheiratet. Am 30. Mai 2015 soll die kirchliche Trauung folgen. Dann wird Erdmann-Michael Haerter 50 und die kleine Elisabeth soll getauft werden.

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