Boden am Klärwerk verseucht?:

Nach Millionenforderung kommen die Gutachter

Verseucht oder nicht? Auf dem Grundstück des ehemaligen Klärwerks in Demmin wurden Bodenproben genommen. Sie sollen Fakten schaffen im festgefahrenen Streit zwischen Behörde und Anwohnern. Diese fordern 1,5 Millionen Euro Entschädigung.

Ist der Boden auf dem Klärwerksgelände am Demminer Richtgrabenweg verseucht oder ist er es nicht? Bodenproben sollen die Frage klären.
Carsten Büttner/NK-Archiv Ist der Boden auf dem Klärwerksgelände am Demminer Richtgrabenweg verseucht oder ist er es nicht? Bodenproben sollen die Frage klären.

Mit gegenseitigen Schuldzuweisungen komme man nicht weiter, sagte jüngst die Demminer Stadtvertreterin Edda Beese (Die Linke). Um im Streit um die von Anwohnern befürchteten Gesundheitsgefahren einen Schritt voranzugehen, müssten neue Bodenproben her, die Aufklärung schaffen. Dieser Schritt ist nun getan.

Untersuchung in Greifswald

Um die Frage zu klären, ob der Boden des Klärwerk-Geländes im Demminer Richtgrabenweg tatsächlich kontaminiert ist, wurden am Freitagmorgen an drei verschiedenen Stellen des Klärwerk-Grundstücks Erdproben entnommen, darunter in der Grundstückseinfahrt von Familie H.

Nun werden die Proben in einem Umweltlabor in Greifswald untersucht, „um festzustellen, wie hoch der Kontaminierungsgrad und die Gefahr sind“, sagte Bernd Koltz, Vize der Fraktion Die Linke im Stadtparlament, am Freitag.

1,5 Millionen Euro fordern die Bewohner des ehemaligen Klärwerkes – als Entschädigung für die erlittenen Schäden an Gesundheit und Gebäuden.

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