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Neue Kälbersortieranlage in Borrentin geplant

Die Gemeindevertreter in Borrentin sind nicht grundsätzlich gegen den Bau einer Kälbersortieranlage. Sie machen es dem Antragsteller jedoch schwer. Aber was passiert mit den 14 Tage alten Kälbern in so einer Anlage überhaupt?

In der neuen Kälbersortieranlage in Borrentin werden 14 Tage alte Kälber zunächst gesammelt, dann klassifiziert und schließlich wieder ausgeliefert (Symbolbild).
Carmen Jaspersen In der neuen Kälbersortieranlage in Borrentin werden 14 Tage alte Kälber zunächst gesammelt, dann klassifiziert und schließlich wieder ausgeliefert (Symbolbild).

Bauen möchte die Halle in Borrentin Kai Flöthmann, der in Metschow eine ökologische Schweinehaltung betreibt und auch mit Kälbern handelt. Statt von einer Kälbersortieranlage spricht Flöthmann lieber von einem Sammelstall, in dem 14 Tage alte Kälber zunächst gesammelt, dann klassifiziert und schließlich wieder ausgeliefert werden.

Probleme mit Lärm

Flöthmann nennt es ein kompliziertes Verfahren, das einhergehe mit einer Kette von Abläufen, die sich nicht anhalten ließe – und die bis Mitternacht dauern könne. Daher „gibt es immer wieder Probleme mit Lärm“, sagt Flöthmann. Aus dem Grund „wollen wir aus der Ortslage heraus“.

Den Lärm fürchten die Gemeindevertreter aber auch am neuen Standort. Doch gleichzeitig wollen sie nicht in den Ruf kommt, immer nein zu sagen. Sie stimmten daher der Bauvoranfrage mehrheitlich zu, knüpften aber Auflagen daran – wohl wissend, dass diese nur mit Mühe zu erfüllen sind. Sie fordern ein Lärmgutachten und das Klären von Fragen zu Abwasser und Gülle. Und sie beschränken die Arbeitszeit in der Halle auf die Zeit von 6 bis 22 Uhr.