Gedenkstätte für Demmin geplant:

Laut neuen Zahlen 120 Zwangsarbeiter umgekommen

Anlässlich des Gedenktages zur Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz informierte der Demminer Bürgermeister über Pläne für eine Gedenkstätte in der Woldeforst.

Anlässlich des 70. Jahrestages der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz legten Bürgermeister Michael Koch und Stadtvertretungspräsidentin Christiane Sack an der Gedenkstätte auf dem Ernst-Barlach-Platz einen Kranz nieder.
Georg Wagner Anlässlich des 70. Jahrestages der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz legten Bürgermeister Michael Koch und Stadtvertretungspräsidentin Christiane Sack an der Gedenkstätte auf dem Ernst-Barlach-Platz einen Kranz nieder.

In der Munitionsanstalt (Muna) der Wehrmacht in der Demminer Woldeforst sind weit mehr Zwangsarbeiter ums Leben gekommen, als zu Beginn der 1990er-Jahre bekannt war. Kannte man damals die Namen von 20 Toten, so sind es mittlerweile 120. Diese Zahlen nannte Bürgermeister Michael Koch (CDU) bei der Gedenkveranstaltung zur Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz durch die Rote Armee. An die Toten soll zukünftig in der Woldeforst eine Gedenkstätte erinnern. Derzeit laufen dafür die Vorbereitungen. Wann sie errichtet wird, konnte er noch nicht sagen. Da es sich um eine Kriegsgräberstätte handele, sei hier das Innenministerium federführend. Nach Kochs Kenntnis verhandelt dieses derzeit mit den Botschaften verschiedener Länder, aus denen die Opfer stammten. Koch hofft jedoch, dass erste Schritte zur Umsetzung des Vorhabens noch in diesem Jahr erfolgen.