Udo Pastörs auf Wahlkampftour:

NPD tritt in Anklam, Demmin und Greifswald auf

Rechtsextremer Marathon in Vorpommern: NPD-Spitzenkandidat Udo Pastörs absolvierte am Mittwoch ein halbes Dutzend Auftritte an einem Tag. Der Wahlkampf laufe gut, sagen die Parteifunktionäre. Aber irgendwie sieht es nicht ganz danach aus.

Udo Pastörs (NPD) auf dem Demminer Marktplatz.
Kai Horstmann Udo Pastörs (NPD) auf dem Demminer Marktplatz.

Auftritte in Demmin, Anklam und Greifswald: Udo Pastors, Chef der NPD-Fraktion, zeichnet am Mittwoch ein düsteres Bild, von "Lügenpresse" und "volkszerstörender Politik", von "durchrasster Gesellschaft" und einer "durchgeknallten Bundeskanzlerin".

Der Partei selbst ging es auch schon besser. Pastörs lässt sich davon nichts anmerken. Er ruft und schimpft am Mikrofon. Während seine Kameraden sprechen, wirkt er wie ausgewechselt. Schüttelt Hände, lächelt, verteilt Prospekte. Sie alle wissen, am 4. September wird es eng. "Vier Prozent haben wir sicher, jetzt müssen wir dafür kämpfen, dass es mehr werden", sagt Michael Andrejewski.

Aushängeschild der NPD in Vorpommern

Der Anklamer ist eine Art Aushängeschild der Partei in Vorpommern. Auch er redet, ruhiger als Pastörs referiert er über das, was man von ihm erwarten darf. Dass die Deutschen schlechter behandelt würden als Flüchtlinge, dass das Jobcenter in der Region unerbittlich sei, wenn es gegen die Einheimischen gehe.

Auf der anderen Seite buhen und pfeifen sie. Das Bündnis "Anklam für alle" hat in Anklam zum Protest aufgerufen, etwa zwanzig Leute kamen; das "Aktionsbündnis 8. Mai" mobilisierte die Gegner in Demmin. Jeder der NPD-Redner spottet über die Gegendemo. Jeder sieht: Sie selbst entfachen kaum mehr Interesse.

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