Öl auf der Peene:

War dieser große Feuerwehreinsatz denn nötig?

Wegen eines Ölfilms auf der Peene wurden zahlreiche Feuerwehren nach Trittelwitz bei Demmin gerufen. Einige davon besitzen aber weder ein Boot, noch die nötige Technik um einen Ölfilm zu beseitigen. War dieser Großeinsatz sinnvoll?

Wilde Schönheit am Wasserwanderrastplatz in Trittelwitz: Ein Ölteppich, der sich dort gebildet hatte, passt da eher nicht ins Bild. Und der folgende Großeinsatz auch nicht.
Denny Kleindienst Wilde Schönheit am Wasserwanderrastplatz in Trittelwitz: Ein Ölteppich, der sich dort gebildet hatte, passt da eher nicht ins Bild. Und der folgende Großeinsatz auch nicht.

Am Wasserwanderrastplatz in Trittelwitz war auf einem alten Fischerkahn wohl wegen eines technischen Schadens Öl ausgetreten und der Bootsführer soll anschließend das Öl-Regenwasser-Gemisch von seinem Deck abgeschöpft und in die Peene befördert haben.

Sabine Dietrich, die Bürgermeisterin der Gemeinde Schönfeld, hielt sich zu der Zeit am Wasserwanderrastplatz auf. Sie war es auch, die den Feuerwehr-Notruf wählte. "Ich habe auch gesagt, um was es geht", sagt sie – nämlich um einen Ölfilm auf dem Wasser. Für Sabine Dietrich ist es denn auch nicht nachzuvollziehen, was danach passierte.

Zahlreiche Wehren alarmiert

Frank Richter, der Wehrführer in Schönfeld, erzählt: "Wir wurden alarmiert, um vor Ort die Lage festzustellen." Dabei hat die Schönfelder Wehr weder die nötige Technik um einen Ölfilm zu beseitigen, noch ein Boot. Beides hat auch die Verchener Wehr nicht, die dennoch mit sieben Kameraden vor Ort war. Derlei Technik haben allerdings die Wehren in Malchin und Demmin, die etwas später dazukamen. Schließlich wurde auf der Peene eine Sperre gezogen und das verunreinigte Wasser abgepumpt.

Kreissprecherin Haidrun Pergande spricht von einem Einsatz nach Plan: "Von der Rettungsleitstelle ist nach dem Anruf über Öl auf der Peene ganz korrekt gemäß der sogenannten Ausrückeordnung alarmiert worden."

Fragt sich nur, wie sinnvoll die Ausrückeordnung ist. Jutta Müller, die im Trittelwitzer Landhof arbeitet, hat ganze zwölf Feuerwehrautos gezählt, die gar nicht bis zum Wasserwanderrastplatz durchgekommen sind und sich bis ins Dorf hinein gestaut haben.

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