Dilemma in Siedenbrünzow:

Ohne Buswender bleibt es an Haltestelle dreckig

Siedenbrünzow hat eine neue Dorfstraße. Doch der Platz, wo der Schulbus wendet, ist unbefestigt geblieben. Die Gemeinde hat schlichtweg vergessen, den Weg mitzubauen.

Die Dorfstraße ist neu, aber den Buswender hat Siedenbrünzow vergessen. Das hat die Gemeinde erst jetzt gemerkt. Denn bei Regen kommt der Modder von dort nun auf die frische Fahrbahn.
Kirsten Gehrke Die Dorfstraße ist neu, aber den Buswender hat Siedenbrünzow vergessen. Das hat die Gemeinde erst jetzt gemerkt. Denn bei Regen kommt der Modder von dort nun auf die frische Fahrbahn.

Die Dorfstraße in Siedenbrünzow ist fertig. „Sie ist ganz vernünftig geworden“, meinte Bürgermeister Wolfgang Kuhrt. Wenn nicht diese eine Kleinigkeit wäre. „Wir haben den Buswender vergessen, den hätten wir einbauen müssen. Das ist uns im Nachhinein erst eingefallen.“ Bei Regen merkte man das Dilemma. Denn von dem unbefestigten Weg an der Haltestelle schleppt der Bus den Modder mit auf die neue Straße, der an den Rädern klebt. Ein nachträglicher Bau des Buswenders würde ohne Förderung etwa 62 000 Euro kosten. Wenn Geld aus der Flurneuordnung fließen würde, wäre der Eigenanteil der Kommune nur 18 000 Euro. Aber will Siedenbrünzow das auch? „Wenn wir befestigen, dann würde auch der Nachbar selbst was übernehmen“, sagte Kuhrt. Denn der Eigentümer der einstigen Gaststätte habe ein Interesse an einer sauberen Auffahrt.

Doch sehr begeistert schienen die Abgeordneten nicht zu sein. Sie würden lieber den Platz grün gestalten. „Der Bunker ist doch ein fürchterliches Gebäude“, meinte Jörg Hinniger über die Busbude. Warum könne die Haltestelle nicht umgedreht zur Dorfstraße gestellt werden, auf dem Platz, wo die Container stehen? „So haben wir die Chance, die Fläche zu gestalten, anstatt wieder teures Geld auszugeben.“ Dann müsste auch eine neue Busbude her, und die sei dann nicht mehr stabil und halte nicht lange, befürchtete Kuhrt.

Doch gegen eine Verlegung der Haltestelle hatte er nichts, auch die anderen Abgeordneten nicht. Alfons Braasch gab nur zu bedenken, dass der Bus vielleicht dann nicht halten oder nicht wenden könne, wenn auf dem Parkplatz Autos stehen. Am Dorfeingang von der Bundesstraße B 110 kommend liegt rechts dieser Parkplatz mit Container-Stellplätzen. Auf der anderen Straßenseite Richtung Vanselow befindet sich der Buswender mit „Betonklotz“. Die Gemeinde will nun einen Termin mit dem Busunternehmen vereinbaren, wie die Haltestelle verlegt werden kann. Denn eine Wendemöglichkeit für den Schulbus muss es geben. Morgens kommt der Bus aus Vanselow.