Krankenhaus Demmin:

Ohnmächtige Furcht vor Ebola

Nein, Panik sei nicht angebracht, betonen die Spezialisten der Region. Aber ein paar Sorgenfalten breiten sich dann doch aus, wenn der Begriff "Ebola" fällt. Denn das Krankenhaus Demmin hätte einem Auftauchen der Krankheit kaum etwas entgegenzusetzen.

Lutz Wilhelm ist Ärztlicher Direktor im Demminer Krankenhaus.
Georg Wagner Lutz Wilhelm ist Ärztlicher Direktor im Demminer Krankenhaus.

Der Tod eines Ebola-Patienten in Leipzig lässt auch in Demmin die medizinischen Alarmglocken klingeln. "Wenn man diese Berichte liest, ist man schon ein Stück weit ohnmächtig", sagt Lutz Wilhelm, Ärztlicher Direktor im Demminer Krankenhaus.

Die Kliniken in deutschen Großstädten halten spezielle Seuchen-Abteilungen vor. Doch was wäre eigentlich, wenn im ländlichen Bereich ein Verdachtsfall auftreten würde? "Vergleichbare Technik und Sicherheitsmaßnahmen, wie in den großen Kliniken, können wir hier nicht vorhalten", räumt Wilhelm ein. Spezielle Desinfektionsschleusen etwa, für Seuchenfälle, habe man hier nicht. Da müsse die Standardausrüstung schon genügen. Zumindest für den ersten Moment.

Dennoch gibt es für die Kliniken in der Region natürlich Maßnahmenpläne. Die Mitarbeiter wurden geschult, Zusammenfassungen hängen in den Notaufnahmen aus. Allerdings sieht Lutz Wilhelm sieht die Wahrscheinlichkeit eines Ebola-Falles in der Region als "erfreulich" gering an. "Allerdings sollten wir auch vermeiden, dass Patienten überhaupt hierher in ein kleines Krankenhaus kommen", erklärt er. Der bisherige Maßnahmenplan sei ähnlich wie bei anderen Seuchenbedrohungen in der Vergangenheit "zunächst sehr theoretisch". "Sollten die Gefahr eines Ausbruchs in Deutschland steigen, dann muss sicher noch nachgebessert werden", so der Ärztliche Direktor.

 

 

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung