Geschichte:

Pensin hat ein eigenes Mausoleum

Das kleine Dorf Pensin kann so ein Bauwerk vorweisen. Das alte Gebäude wurde inzwischen wieder hergerichtet und soll vielleicht einmal Museum werden. Aber daran wird noch gearbeitet.

Eine große Grabstätte hat sich die Familie Dudy in Pensin errichtet.
Kerstin Pöller Eine große Grabstätte hat sich die Familie Dudy in Pensin errichtet.

Pensin besitzt etwas vermutlich Einmaliges für ein Dorf: ein Mausoleum. Die Demminer Kaufleute Dudy, die in Ückeritz wohnten, ließen es für ihre Großfamilie bauen, und Hartmut Kunkel, der sein Arbeitsleben auf dem Bau verbrachte und bis 2004 zehn Jahre Bürgermeister im Ort war, richtete es wieder vorzeigbar her. Und er hat sogar noch weitere Ideen für die Nutzung dieses Bauwerkes, die in Richtung Museum gehen. Das muss aber noch reifen, meint Hartmut Kunkel und will sich noch nicht weiter dazu äußern. In den Sommermonaten schließt er jeden Morgen zwischen 7 und 8 Uhr die Kirche von Pensin und auch das Mausoleum auf dem Friedhof auf. Wenn die Tür im Mausoleum aufstehe, wissen die Leute, besonders auch Gäste, die am Wasserwanderrastplatz zelten, dass sie das Gebäude besichtigen dürfen.

Als Ortschronist kann er viel über die Geschichte seines Dorfes erzählen. Es gebe für die Urlauber auch Flyer, in denen es Infos über Kirche und Mausoleum gebe. Rittergutsbesitzer Moritz Dudy hat die Begräbnisstätte 1850 bauen lassen und war auch der erste, der im gleichen Jahr dort beigesetzt wurde. In der Gruft stehen zwölf Zinksärge und eine Urne von Angehörigen der Familie Dudy sowie Dähnert. „Eine Tochter von Dudy hat einen Dähnert geheiratet“, erklärt Kunkel. Maurer hatten 1965 die Zinksärge entdeckt. Der Fußboden war abgesackt, so dass die Handwerker kommen mussten. Bei den Arbeiten stießen sie auf die Särge. Vorher habe man davon nichts gewusst. Inzwischen sorge ein Unterzug für Stabilität. Auf dem Steinboden stehen die Namen der  Familienmitglieder.

Moritz Dudy stiftete 1847 für die Dorfkirche in Pensin auch die Bronzeglocke, die Schuld daran trägt, dass die Kirche heute innen und außen eine Augenweide ist: Läutete man die Glocke, wackelte zur Jahrtausendwende nämlich schon der Turm. Nur den Turm neu zu machen, wäre aber Halbkram gewesen. Also wurde 2009 ganze Arbeit geleistet. Gerettet wurde dabei übrigens auch der 1846 gebaute Wetterhahn, den man heute noch im Kircheninneren sehen kann.

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