Gemütlicher Advent auf dem Lande:

Pfefferkuchenhäuschen und Wunschzettel für den Weihnachtsmann

 Dorfklubs in der Region organisieren Weihnachtsmärkte. Dort gilt es, jede Menge Überraschungen zu entdecken.

Giselle überlegt sich ein kleines Gedicht für den Weihnachtsmann. Die Pensiner organisierten ihren inzwischen dritten Adventsmarkt.
Gudrun Herzberg Giselle überlegt sich ein kleines Gedicht für den Weihnachtsmann. Die Pensiner organisierten ihren inzwischen dritten Adventsmarkt.

Es ist wieder alles selbst gemacht, gebacken, gestrickt und gebastelt – auf dem Verchener Weihnachtsmarkt, direkt neben der Kirche. Pastor Detlev Brick hat den Backofen angeheizt und immerhin 60 Brote reingeschoben. So viele, wie lange nicht. „Die ersten 36 Brote sind schon weg“, sagt der Pastor, da war der Markt gerade mal eine dreiviertel Stunde geöffnet. Es schmeckt eben, so frisch aus dem Backofen. Und die nächsten 24 Brote kommen eine halbe Stunde später ins Ofenrohr. Es riecht lecker auf dem Verchener Weihnachtsmarkt. Gisela Viegils steht in einer der Buden und verkauft ihre selbst gebackenen Pfefferkuchenhäuschen. Eigentlich wollte sie nicht mehr so viele backen, aber die Nachfrage ist in jedem Jahr groß. Schnell sind nicht nur die Häuschen weg und die beliebten Pfeffernüsse.

Die Kinder haben Spaß beim Karussellfahren und schon läuft auch der Weihnachtsmann über den Pfarrhof. Nach dem Weihnachtsmarkt in Verchen laden Familien und Kirchengemeinde bis zum Heiligabend zum lebendigen Adventskalender ein. Heute Abend ab 18 Uhr begrüßen die Nonnen im Kloster Verchen die Gäste zum Singen, Teetrinken und Plätzchen essen. Jeden Tag hat sich eine Familie bereit erklärt, ab 18 Uhr Gäste vor ihren geschmückten Fenstern zu begrüßen. „So pflegen wir die dörfliche Gemeinschaft, alle großen und kleinen Leute treffen sich“, sagt Pastor Detlev Brick. Am Nikolaustag kann man beispielsweise in die Wolkwitzer Kirche reinschauen, am 7. Dezember erwarten Gerd Müller und Annemarie Herz die Gäste des Adventskalenders in der Sommersdorfer Kirche.

In Pensin hat der Dorfklub zur Adventszeit inzwischen zum dritten Mal einen Weihnachtsmarkt organisiert. Der Weihnachtsmann reiste per Kutsche an. Elke Vahl war mit ihren Pferden und Reitern vom Dorfklub dabei, Nadine Hoffmann kümmert sich in der Feuerwehr um das leibliche Wohl der Gäste, und zwar mit vielen fleißigen Helfern. Die Jagdhornbläser aus Demmin geben zum Auftakt des Festes den Ton an. Und dann ist auch schon der Weihnachtsmann von den Kindern umringt. Alle wollten sie ihre Wunschzettel abgeben.

„Kannst Du auch ein Gedicht aufsagen oder ein Lied singen“, fragt der Mann im roten Mantel und mit dem weißen Bart die kleine sechsjährige Giselle. Sie stammelt und meint, sie habe noch kein Gedicht gelernt. Aber eins kann sie dann doch: „Lieber guter Weihnachtsmann, stecke Deine Rute ein, ich will auch immer artig sein“.

Dafür gibt es einen Schokoladen-Weihnachtsmann. Und schon stehen auch die nächsten Kinder bereit, ein Gedicht muss sein, dann gibt es auch etwas Süßes. „Mein Kalender für Heiligabend ist schon wieder ausgebucht. Und auch vor dem Fest reise ich umher“, meint der Weihnachtsmann. Inzwischen sind die Waffeln gebacken, Glühwein steht bereit.

Die Gäste schauen sich um, es wurde gebastelt für den Markt. Hannelore Steinke von der Demminer Buchhandlung hat eine Auswahl ihrer Bücher fürs Fest mitgebracht. Draußen wird gegrillt und die Kutschen fahren durchs Dorf. „Wir haben im Dorfklub aufgeteilt, wer für welche Aufgaben zuständig ist. Und das klappt gut, wir freuen uns auf die zahlreichen Gäste“, sagt Nadine Hoffmann.

 

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