Tierische Hinterlassenschaften:

Demminer wollen sich nicht veräppeln lassen

Geht es um tierische Hinterlassenschaften auf den Gehwegen, stehen meist die Hundehalter in der Kritik. Doch den Demminern begegneten jetzt noch viel größere Haufen.

Pferdeäpfel direkt auf der Kahldenbrücke von Demmin. Wird jetzt schon auf dem Bürgersteig geritten?
Heinz Saß Pferdeäpfel direkt auf der Kahldenbrücke von Demmin. Wird jetzt schon auf dem Bürgersteig geritten?

Hundekot auf dem Bürgersteig. Das ist genauso unschön wie alltäglich. Aber Pferdeäpfel? Dürfen jetzt schon Reiter mit ihren Pferden auf dem Gehweg durch die Stadt galoppieren? Das fragt sich nicht nur Heinz Saß. Der Demminer ist sauer.

Auf dem Gehweg der Kahldenbrücke lagen die Hinterlassenschaften der Pferde. Da musste man schon einen großen Bogen machen, um nicht reinzutreten. „Ich habe die Pferdeäpfel auch schon an der Südmauer vom Gehweg gefegt“, sagt der Rentner und fragt sich, wer hier den Gehweg reinigt.

Reiten auf dem Gehweg ist laut Bürgermeister Koch unzulässig

Wohl die Anlieger. Doch natürlich sollten die Pferdeäpfel erst gar nicht dort landen. Laut Bürgermeister Michael Koch dürfen die Reiter samt Pferden nicht den Gehweg nutzen.

„Für Reiter, Führer von Pferden sowie Treiber und Führer von Vieh gelten auf öffentlichen Straßen die einheitlich bestehenden Verkehrsregeln“, so der Bürgermeister. Das bedeute, Reiter dürfen nur die Fahrbahn benutzen, soweit ein Sonderweg für Dritte nicht ausdrücklich durch entsprechende Verkehrszeichen ausgewiesen wurde.

Wer mit den Pferden auf dem Bürgersteig in Demmin unterwegs war, könne die Stadt nicht beantworten. Leider hat Heinz Saß auch nur die Pferdeäpfel entdeckt und nicht die Reiter mit Pferd beobachtet.