Astronomievortrag zieht viele Besucher an:

Physiker bittet zu imposantem Ballett der Planeten

Einen Jahresrückblick himmlischer Art erlebten die Besucher der Demminer Astronomiestation zu Silvester. Im Planetarium ließ der Wissenschaftler Dr. Michael A. Danielides 2013 aus astronomischer Sicht Revue passieren - und blickte gleich einmal auf 2014 voraus.

Auf eine virtuelle Zeitreise durch das vergangene Jahr nahm der Weltraumphysiker Dr. Michael A. Danielides die Besucher des Planetariums.
Georg Wagner Auf eine virtuelle Zeitreise durch das vergangene Jahr nahm der Weltraumphysiker Dr. Michael A. Danielides die Besucher des Planetariums.

Wer in lauen Sommer- oder klaren Winternächten des alten Jahres den Kopf in den Nacken legte und in die Sterne schaute, der sah wahrscheinlich nicht viel Neues. Orion stand in der kalten Zeit beherrschend am Himmel, der Große Wagen wies den Weg zum Polarstern, die Planeten zogen auf ihren vorgeschriebenen Bahnen. Alles war so, wie es immer war. Es sei denn, man betrachtete den Himmel durch ein Teleskop. Oder im Zeitraffer eines Planetariums.

Das ermöglichte zu Silvester der Weltraumphysiker Dr. Michael Danielides. In zwei Vorträgen nahm er seine Gäste in der Demminer Astronomiestation mit auf eine „Zeitreise durch das Jahr 2013“. Untermalt mit Instrumentalmusik von Mike Oldfield ließ Danielides die Gestirne gewissermaßen ein Ballett des astronomischen Jahres aufführen.

Sternschnuppen sausten über die Kuppel des Planetariums, Merkur, Venus und Mars lieferten sich ein „Rennen“ mit der Sonne, partielle Mondfinsternisse, eine von Mitteleuropa aus freilich nicht zu beobachtende Sonnenfinsternis gab es und immer wieder kamen Kometen auf Stippvisite vorbei – so wie beispielsweise der bei offenem Wetter auch mit bloßem Auge zu beobachtende ISON im Dezember oder der Enckesche Komet im Oktober.

Ursprünglich war nur ein Vortrag am Nachmittag geplant, doch aufgrund der großen Nachfrage wurde für den frühen Abend eine Wiederholung angesetzt und trotzdem reichten die Plätze noch nicht aus. Allerdings wird es in diesem Jahr wieder Gelegenheit geben, das Planetarium kennenzulernen. Danielides hat bereits verschiedene Veranstaltungen angesetzt. Am 7. Februar geht es um Sonnenwind und Polarlichter und am7. März um den Mars. Zudem wird sich die Astronomiestation am 5. April am „Tag der Astronomie“ beteiligen und am 10. Mai an der Demminer Kunstnacht.

Nur astronomisch könnte 2014 etwas langweilig werden. Es gebe eigentlich nichts Besonderes, blickte Danielides voraus. Nun ja, das ist am Himmel so eine Sache. Immerhin: Saturn wird sich ein Rendezvous mit dem Mond geben.

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