Makabre Aktion in Demmin:

Protest gegen NPD-Aufmarsch: Sex-Puppen in der Peene

Diesmal hat es sich die Antifa mit den Demminern gründlich verdorben: Als Protest gegen den NPD-Fackelmarsch am 8. Mai haben sie Sex-Puppen in die Peene geworfen. Diese trieben wie Leichen im Strom. Und das in einer Stadt, in der der Massenselbstmord von 1945 bis heute ein großes Trauma ist.

Autonome Linke haben in die Peene Sexpuppen geworfen. Mit der Aktion wollten sie die NPD ärgern, die jedes Jahr Kränze zum Gedenken an die Toten des Zweiten Weltkrieges in die Peene wirft.
Kai Horstmann Autonome Linke haben in die Peene Sexpuppen geworfen. Mit der Aktion wollten sie die NPD ärgern, die jedes Jahr Kränze zum Gedenken an die Toten des Zweiten Weltkrieges in die Peene wirft.

Am Sonntagabend trieben beim Protest gegen die NPD-Demo ein Dutzend aufgedunsener Gummipuppen in der Peene wie nackte Leichen. Ins Wasser geworfen von Antifa-Leuten während der Kundgebung der NPD am Hafen. Seit Jahren wirft die NPD Kränze in die Peene, als Erinnerung an die Toten. Die Aktion der Antifa: Eine originelle Form des Protestes gegen den rechten "Trauermarsch"? Eine spezielle Variante linken Humors?

Den Demminern, die die Puppen treiben sahen, versetzte es einen Stich ins Herz. Eine solche Aktion ausgerechnet in einer Stadt, in der sich 1945 mehr als 800 Menschen in einem deutschlandweit beispiellosen Massenselbstmord das Leben nahmen aus Furcht vor der nahenden Roten Armee, das habe mit Naziprotest nichts mehr zu tun, findet Astrid Tabbert, die den Anblick der "Leichen" widerlich fand.

"Geschmacklos und beleidigend"

"Das war sowas von geschmacklos und beleidigend, ich kann mich gar nicht beruhigen." Auch sie sei am Hafen gewesen, um gegen die NPD zu protestierten, sagt sie, "und wie sich manche Krawallos von dieser von auswärts anreisenden Antifa hier in unserer Stadt aufführen, da kann man als Demminer nur den Kopf schütteln. Aber was der Sinn dieser Aktion mit den Puppen war, frage ich mich ernsthaft. Finden diese Leute das witzig, auf so makabre Weise mit einem Demminer Trauma ihre Scherze zu treiben?"

Auch Demmins Altbürgermeister Ernst Wellmer ist entsetzt. "Die Aktion, wenn man denn überhaupt davon sprechen kann, war nicht nur unästhetisch und geschmacklos, sondern eine schlimme Verunglimpfung und Verhöhnung der vielen Freitoten zum Ende des Zweiten Weltkrieges hier in Demmin. Wer auf diese Art und Weise Widerstand gegen Rechts zum Ausdruck bringen will, disqualifiziert sich selber."

Kaum erwähnt

Auf einschlägigen linken Internet-Seiten, wo der Kampf gegen die Rechtsextremisten am 8. Mai in Demmin als große verbale Selbstbefriedigung mit Attacken gegen vermeintliche Polizeiwillkür und Einschränkung der Meinungsfreiheit geschildert wird, findet die Aktion mit den Leichenpuppen nur mit wenigen Worten Erwähnung. Ist es der Antifa nun selbst zu makaber? Oder nicht weiter wichtig, wie so etwas in einer Stadt wie Demmin ankommt?

Selbst im linken Lager distanziert man sich. Er empfinde diese Aktion als unüberlegt, dumm und überflüssig, so Landtagsabgeordneter Peter Ritter (Die Linke). "So leistet man keinen ernsthaften Beitrag zur Bewertung von Ursachen, Wirkungen und Folgen nationalsozialistischer Propaganda und Kriegspolitik."

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Kommentare (1)

Schade dass der Staatsschutz keine Zeit hat für diese Herrschaften. Sie suchen immer noch in Löcknitz nach dem 7 Entschuldigung 8 Zwergen.