Volksbank wehrt sich gegen Negativ-Schlagzeilen:

"Riesengewinn" liegt im Cent-Bereich

Die Freude am  Fernsehen war der Chefetage der Volksbank Demmin in diesen Tagen vergällt. Denn das genossenschaftliche Kreditinstitut erhielt bundesweite Negativschlagzeilen. Jetzt setzt es sich zur Wehr.

Manfred Henne  
Georg Wagner Manfred Henne  

„Abzocke“ bei der Volksbank Demmin? Das weist die Geschäftsleitung empört von sich. Zwar hat sie mit mehr als 14 Prozent einen relativ hohen Zinssatz für Überziehungskredite, doch lasse sich der nicht einfach mit anderen Banken vergleichen.  Rund 50 000 Euro nahm die Volksbank laut Vorstand Manfred Henne im vergangenen Jahr aus Zinsen von den Girokonten ein. Verteilt auf alle Privatgirokonten mache das monatlich 43 Cent pro Kunde aus. „Von Riesengewinnen“, so Henne, „ist da keine Spur.“

Die Volksbank war durch eine Erhebung der „Stiftung Wartentest“ in die Schlagzeilen geraten. Darin wurde ihr vorgeworfen, mit die höchsten Zinsen für private Dispokredite in Deutschland zu verlangen. Dagegen betrage der Zins bei der gleichfalls genossenschaftlichen VR-Bank Uckermark-Randow nur 4,2 Prozent. Hier aber, meint Henne, würden Äpfel mit Birnen verglichen. Denn während sein Haus einen einheitlichen Zinssatz für alle verlange, gelte der günstige Satz in der Uckermark nur für ein bestimmtes Kontenmodell für Kunden mit hoher Bonität, bei denen zudem eine höhere Kontenführungsgebühr fällig werde. Tatsächlich bewirbt die Bank auf ihrer Internetseite ein derartiges bonitätsabhängiges Girokonto. Hartz-IV-Empfänger etwa könnten sich die darin enthaltenen Gebühren kaum leisten. Das sei bei dem Finanztest nicht berücksichtigt worden, wirft Henne der Stiftung Warentest eine undifferenzierte Betrachtung vor.

Zudem müssten bei der Volksbank Kunden Dispokredite jeweils beantragen und würden hinsichtlich ihrer Leistungsfähigkeit beraten. Von einer „Kreditfalle“ könne also keine Rede sein.

 

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