Schreiende Katze:

Tierquäler machen Jagd mit Schlagfalle in Demmin

Üblen Tierquälern ist die Demminer Polizei auf der Spur. Auf einem Wohngrundstück am Stadtrand stellten die Beamten am Sonntag eine verbotene Schlagfalle sicher. Zu spät für eine Katze, die sich in dem scharfgestellten Eisen verfangen hatte.

Diese Schlagfalle stellte die Polizei am Wochenende auf einem Wohngrundstück im Pensiner Weg sicher. "Leider kein Einzelfall in Demmin", weiß Polizeioberkommissar Johannes Hammer.
Thoralf Plath Diese Schlagfalle stellte die Polizei am Wochenende auf einem Wohngrundstück im Pensiner Weg sicher. "Leider kein Einzelfall in Demmin", weiß Polizeioberkommissar Johannes Hammer.

Wer macht so etwas noch? Wer stellt noch diese schlimmen, seit Jahren verbotenen Schlagfallen auf, in denen gefangene Tiere sich stunden-, womöglich tagelang quälen, ehe sie – auf nicht minder brutale Weise dann meist – von ihren Leiden erlöst werden? Am Wochenende spielte sich in Demmin so eine Tragödie ab. Das Opfer war eine kleine schwarze Katze, die nun vermutlich noch irgendwo leidet mit zerfetztem Lauf im Pensiner Weg, wo das vor Schmerzen durchdringend schreiende Tier am Sonntag im Garten eines Wohngrundstückes entdeckt wurde. Die Katze entkam, von einer Nachbarin aus dem Foltereisen befreit. „Ich habe das nur gut gemeint“, sagt die Frau. „Die Katze hat so furchtbar geschrien. Das war nicht auszuhalten.“

Die Polizei kassierte das verrostete, sichtlich nicht zum ersten Mal benutzte Schlageisen ein und ermittelt jetzt wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz, womöglich auch wegen illegaler Jagdmethoden. Das Aufstellen solcher Fallen, die Tiere schwer verletzten, ohne sie sofort zu töten, ist seit Jahren untersagt in Deutschland. „Ist leider nicht das erste Mal, dass wir solche Fallen und sogar Tellereisen einziehen in Demmin“, sagte Polizeioberkommissar Johannes Hammer gestern.

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