Raum-Frage steht im Raum:

Schließt das Museum sich selbst aus?

Der Mietvertrag am Hanseufer ist gekündigt und einen potentiellen Nachmieter gibt es auch schon. Noch aber steht nicht genau fest, wo das Museum künftig logieren soll.

Schließt das Museum im Hanseuferzentrum bald endgültig ab? Der Mietvertrag ist gekündigt, doch die neue Standortfrage ist noch nicht endgültig geklärt.
Georg Wagner Schließt das Museum im Hanseuferzentrum bald endgültig ab? Der Mietvertrag ist gekündigt, doch die neue Standortfrage ist noch nicht endgültig geklärt.

Wer das Demminer Regionalmuseum besuchen will, der muss erst einmal klingeln. Doch in Kürze könnte das vergebens sein. Denn der Museumsverein hat zum Ende dieses Jahres den Mietvertrag im Hanseuferzentrum gekündigt. Das bestätigte Museumsleiter Hans Clemens.

Hintergrund dafür ist das Auslaufen der vertraglich abgesicherten Unterstützung des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte in Höhe von jährlich 50 000 Euro. Weil die Kündigungsfrist für die Räume ein halbes Jahr beträgt und damit ein Umzug im Raum stand, wollte der Verein laut Clemens sicher gehen, dass er ab 2015 nicht zusätzliche Kosten für das Hanseufer tragen muss. "Allerdings haben wir nicht damit gerechnet, dass sich so schnell ein Interessent findet", räumt er ein. Einen potenziellen Nachmieter aber gebe es schon. Dennoch hofft Clemens, dass das Museum jetzt nicht innerhalb von zwei Monaten die Koffer packen muss.

Unterdessen zeichnet sich ab, dass es in Zukunft seinen Sitz in der Adolf-Pompe-Straße haben wird. Dort will es Landrat Heiko Kärger (CDU) im Hauptgebäude der früheren Kreisverwaltung unterbringen, wo derzeit viele Räume leer stehen. Für den Landkreis, dem der Fundus des Museums gehört, hätte das vor allem einen finanziellen Vorteil. Der größte Teil seines Zuschusses, nämlich rund 30 000 Euro, werden laut Kärger für Miete und Betriebskosten ausgegeben. Mit der Unterbringung in einer Liegenschaft des Kreises würden die Mietkosten entfallen.

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