Befehl vom Denkmalamt:

Schrumpft Eure Riesen-Poller!

Da haben die Loitzer so viel Geld für die Sanierung einer historischen Brücke ausgegeben, dass es schon vorher Ärger gab - und nach der Sanierung geht der Ärger auch noch weiter. Den vier Poller an der Brücke sind dermaßen überdimensioniert, dass die Denkmalbehörde auf einen Austausch besteht.

Mächtig gewaltig erscheinen diese Pollerpaare an der Steintorbrücke. Das ist jetzt auch den Denkmalpflegern aufgestoßen. Sie fordern eine zeitnahe Absenkung der Granitbegrenzungen.
Ulrike Rosenstädt Mächtig gewaltig erscheinen diese Pollerpaare an der Steintorbrücke. Das ist jetzt auch den Denkmalpflegern aufgestoßen. Sie fordern eine zeitnahe Absenkung der Granitbegrenzungen.

Die Loitzer Steintorbrücke ist klein. Die Poller, die sie vor Autoverkehr schützen sollen, sind groß. Sogar viel zu groß, wie das Landesamt für Kultur und Denkmalpflege jetzt festgestellt hat. „In einer denkmalfachlichen Stellungnahme wird die Höhe der zusätzlich eingefügten zwei Granitpollerpaare kritisiert“, bestätigt Kreissprecherin Anke Radlof auf Nordkurier-Anfrage. Der Fall liegt daher jetzt bei der unteren Denkmalschutzbehörde des Kreises.

Deren Mitarbeiter haben in den zurückliegenden Tagen einmal genauer hingeschaut und festgestellt, dass es nicht gut aussieht an der frisch sanierten Brücke. Ihr Fazit: So kann es nicht bleiben! Irgendwie scheint der Wurm in diesem Brückenbauprojekt zu stecken. Bereits im Vorfeld waren die hohen Baukosten von rund 240 000 Euro angesichts einer derartig winzigen Brücke kritisiert worden. In der öffentlichen Diskussion war vom Versenken von Steuergeldern die Rede.

Sichtbild beeinträchtigt

Die Denkmalpfleger haben nach ihrer Feststellung, dass aufgrund ihrer Dimension bei einer Höhe von 1,30 Meter die Poller „eine erhebliche Beeinträchtigung des Sichtbildes des Stadttores darstellen“, auch gleich konkrete Aufgaben formuliert. Nämlich: „Die Granitpoller müssen in ihrer Größe erheblich reduziert werden – auf ein Drittel der jetzigen Höhe.“

Doch wie konnte es zu diesem Fehler überhaupt kommen? „Der Einbau dieser Poller war von Anfang an so geplant“, erklärt Projektleiterin Kathrin von Koß. Die steinernen Begrenzungspfähle waren in dieser Größe geplant und abgestimmt. „Wir haben uns an Pläne gehalten“, hieß es auch vonseiten der bauausführenden Firma. Doch die muss nun wohl nochmal anrücken.

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