Umzug von Feuerwehren und Schützenvereinen:

Schützen fallen überraschend in Brudersdorf ein

Holger Meyer wird neuer König von Dargun.

Die Brudersdorfer staunten gestern Früh nicht schlecht, als sie von Blasmusik und einem Umzug von Feuerwehren und Schützenvereinen geweckt wurden. „Mancher hat wohl gedacht, wir wollen das Dorf einnehmen“, scherzte einer der Schützenbrüder. Ziel des Umzugs war der Westernhof von Holger Meyer. Hier stellten sich die Schützenvereine Dargun und Neukalen, die Feuerwehren Dargun und Zarnekow sowie die Neukalener Blaskapelle auf, um dem neuen Darguner Schützenkönig ihre Aufwartung zu machen.

Mit 44 Ringen war Holger Meyer am Vortag beim ersten Wettbewerb auf der neuen Darguner Schießanlage am erfolgreichsten und darf deshalb nun ein Jahr lang die Kette des Darguner Schützenkönigs tragen. „Das ist für mich eine ganz besondere Ehre“, freute sich Meyer über die Auszeichnung.Er lud seine Gäste in den Saloon seines Westernhofes zu einer Stärkung ein und befestigte dann am Eingang die Schützenkönig-Scheibe, die der Vorsitzende des Darguner Vereins Uwe Petereit anschließend mit einer Flasche Klaren versiegelte.„Hätte ich gewusst, dass die Scheibe ihren Platz auf diesem Westernhof erhält, dann hätte ich vielleicht Pferde statt Wildschweine gemalt“, meinte Vereinsmitglied Dieter Kay, der die Scheibe erstmals angefertigt hatte. „Alles handgemalt, der Keiler guckt zur Bache, das ist nämlich in der Rauschzeit“, erklärte Kay sein Werk.

Vereinsmitglied und Fuhrunternehmer Bodo Riefstahl hatte gestern Morgen eiligst den Transport der Schützen und Feuerwehrkameraden nach Brudersdorf und wieder zurück nach Dargun organisiert. Vom Platz des Friedens startete dann noch einmal ein Umzug zum Schießplatz, angeführt vom neuen Schützenkönig in einer Kutsche. Mit dabei auch die Neukalener Vereinskanone, die mehrfach abgefeuert wurde.‹‹ Wind reißt Festzelt umEtwa 70 Schützen hatten sich am Vortag an dem Wettbewerb beteiligt. Erster Ritter, was gleichbedeutend mit dem zweiten Platz ist, wurde Bodo Riefstahl.

Mit der gleichen Anzahl an Ringen wurden Hartmut Antenen und Bernhard Iwen jeweils zweiter Ritter. Bei den Frauen erreichte Helli Antenen die höchste Ringzahl, gefolgt von Doreen Antenen und Anneli Schoknecht.„Es hat alles hervorragend funktioniert. Vor allem die neue Scheibenrückhol-Anlage hat sich sehr gut bewährt“, schätzte Uwe Petereit ein. Vergessen war dann auch rasch, dass noch am Freitagabend eine Windböe das Festzelt auf dem Schießstand aus der Verankerung gerissen und beschädigt hatte.

 

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