Photovoltaik-Anlage:

Schul-Computer laufen nun mit Sonnenenergie

Nach knapp zwei Monaten Bauzeit hat die Photovoltaikanlage auf dem Dach der Pestalozzischule ihren Betrieb aufgenommen. Ein bislang einmaliges Projekt der Hansestadt Demmin. Doch es soll nicht das einzige bleiben.

Projektleiterin Anja Waterstraat erläuterte den Gästen, wie die Photovoltaik-Anlage funktioniert und welche Leistung sie bringt.
Jana Otto Projektleiterin Anja Waterstraat erläuterte den Gästen, wie die Photovoltaik-Anlage funktioniert und welche Leistung sie bringt.

„Das ist eine tolle Sache, mit der wir deutlich machen können, dass wir eine energiebewusste Stadt sind“, sagt Bernd Koltz (Die Linke). Der Stadtvertreter war einer der Gäste, die zur Übergabe der neu errichteten Photovoltaikanlage in die Pestalozzischule gekommen waren.

Dort sorgt jetzt die Sonne dafür, dass Licht in den Klassenräumen brennt und die Heizung läuft. Und wie gut die neue Anlage funktioniert, konnten die Gäste an einer Tafel, die direkt im Schulgebäude über dem ehrwürdigen Johann Heinrich Pestalozzi prangt, ablesen. „Seit Inbetriebnahme wurden 1328,8 Kilowattstunden erzeugt, 504,6 wurden als Überschuss ins Netz gespeist“, erläuterte Anja Waterstraat, Projektleiterin beim Demminer Blitzschutz- und Elektroservice, der die Anlage aufgebaut hat und zukünftig auch wartet.

Ein guter Anfang sei damit gemacht, fand Bürgermeister Michael Koch (CDU). Erstmals habe die Stadt selbst in so ein Projekt investiert und mit 166 100 Euro die energetische Sanierung der Schule vorangetrieben. Laut Hersteller betrage die Leistung der Module26 000 Kilowattstunden im Jahr, die Pestalozzischule verbrauche 33 000 Kilowattstunden.

„Damit ist der Bedarf zwar nicht ganz gedeckt, doch die Anlage leistet einen erheblichen Anteil und entlastet so den städtischen Haushalt“, erläuterte das Stadtoberhaupt. Denn primär sollen die Solarmodule den Eigenbedarf der Schule absichern. Bauamtsleiter Dietmar Schmidt sagte, in Zeiten steigender Energiekosten sei es unumgänglich, sich mit Alternativen auseinanderzusetzen. Die ersten Ergebnisse zeigten, dass dieser Schritt richtig sei, jedoch nicht darüber hinwegtäuschen könnte, dass weitere Maßnahmen auch innerhalb der Schule getroffen werden müssen. „Gemeinsam werden wir beraten, was an Einsparungen möglich ist“, so der Bauamtsleiter.

Nicht nur die Schüler können täglich an der Anzeige-Tafel sehen, wie viel Strom erzeugt wird, auch interessierte Bürger haben diese Möglichkeit: im Internet unter suntrol.de.

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